Hätte am Wahlabend jemand vorhergesagt, dass Christian Stocker rund fünf Monate später als Bundeskanzler angelobt werden würde, hätte er wohl überraschte Blicke geerntet. Der damalige Generalsekretär der Volkspartei hatte im Wahlkampf zwar eine zentrale Rolle gespielt, vor allem als warnende Stimme vor einem möglichen Bundeskanzler Herbert Kickl. Doch als Mann für die allererste Reihe hatten den 64-jährigen Anwalt die wenigsten auf dem Radar.