Man hat sich bitten lassen. Zwei Jahre lang legte sich Wien quer und verhinderte den Beitritt von Rumänien und Bulgarien zum Schengenraum. Davon, dass die EU-Kommission und alle anderen Mitglieder (bis auf zeitweise die Niederlande) beiden Ländern attestiert hatten, alles für einen Beitritt mitzubringen, zeigte man sich unbeeindruckt. Dass das Veto auch mit der rot-weiß-roten Forderung verknüpft wurde, die eigenen Verschärfungsvorschläge in eine (damals nicht vorhandene) EU-Migrationsstrategie zu gießen, brachte Wien den unrühmlichen Ruf des Erpressers ein. Auf Brüsseler Gängen geraunte Ungarn-Vergleiche folgten.
Erweiterung des Schengenraums
Ein Europa ohne Grenzkontrollen ist dennoch nicht in Sicht
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