Es läuft nicht nach Plan, jedenfalls nicht nach dem von Donald Trump: Schon einen Tag nach Amtsantritt wollte er einen Frieden für die Ukraine verhandelt haben. Jetzt sind schon bald drei Monate verstrichen und es zeigt sich: Der große Dealmaker im Weißen Haus beißt bei Wladimir Putin auf Granit. Während die Ukraine im März einer 30-tägigen Waffenruhe zugestimmt hat, ist nun sogar diese Frist abgelaufen, ohne dass der Kreml-Chef eingelenkt hätte. Ganz im Gegenteil – am Wochenende starben wieder Dutzende ukrainische Zivilisten im russischen Raketenhagel. Dass ihn Putin mit Schmeicheleien einkocht, aber letztlich den Krieg einfach fortführt, scheint allmählich auch dem Mann im Weißen Haus zu dämmern: „Irgendwann muss man entweder nachgeben oder den Mund halten“, erklärte er gereizt in Richtung Moskau.