Vorne marschierten Ursula von der Leyen und Antonio Costa, ein paar Meter weiter hinten, allein, Viktor Orbán. Das Trio war auf dem Weg in den Pressesaal des Brüsseler Ratsgebäudes, nächtlicher Schlusspunkt des letzten EU-Gipfels des Jahres 2024. Die Kommissionspräsidentin ist immer dabei, Costa ist neu als Ratspräsident, für Orbán war es der letzte Auftritt als temporärer Ratsvorsitzender. Mit, wie es schien, gequälter Miene dankte man einander für die Arbeit der letzten sechs Monate. Es war der Schlusspunkt einer unrühmlichen Episode.
Wechsel bei EU-Ratsvorsitz
Ungarn und Polen: Zwei wie Tag und Nacht
Korrespondentenbericht.
Der ungarische Ratsvorsitz der EU ist überstanden, nun sind die Polen an der Reihe. Gegensätzlicher könnten die Zugänge kaum sein.
© AP / Virginia Mayo