Ein strahlend schöner Spätsommertag. Doch die Stimmung bei den Bewohnern von Sebern, einem Weiler mit sieben Bauernhöfen und sechs Einfamilienhäusern, war am Montag tief getrübt. Die grausigen Ereignisse, die sich hier am Vormittag zugetragen hatten, ließen die Menschen fassungslos zurück. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich kann noch gar nicht recht begreifen, dass das da vorne passiert ist", sagte Andrea Kriechbaumer-Wagner. "Da vorne" – damit meinte sie jenen Feldweg, an dem am Vormittag eine Joggerin von einem American Staffordshire angefallen und regelrecht zerfleischt wurde.