Schwere Gewitter haben die Feuerwehren am Samstagabend bzw. in der Nacht auf Sonntag im Südburgenland und in Niederösterreich gefordert. In den Bezirken Güssing und Oberwart etwa waren jeweils zwölf Wehren im Einsatz, sie mussten Keller auspumpen und Verkehrswege freiräumen. Auch die "Starnacht am Neusiedler See" in Mörbisch musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden, wurde nach dem Regenguss aber fortgesetzt, berichteten die Veranstalter.

In Niederösterreich mussten die Feuerwehren ebenfalls zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, berichtete der Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos, Franz Resperger. Besonders betroffen war etwa die Stadt Gmünd, wo es zu Überschwemmungen kam oder umgestürzte Bäume die Straßen blockierten.

Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden.
Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden.
© APA/FF Stadt Gmünd

1,5 Millionen Euro Schaden

Laut der Österreichischen Hagelversicherung musste die Landwirtschaft Schäden von rund 1,5 Mio. Euro hinnehmen. "Sintflutartige Regenfälle – gebietsweise bis zu 50 Liter pro Quadratmeter binnen einer halben Stunde – und Hagel schädigten mehr als 7.500 Hektar Agrarfläche", sagte der Sprecher der Hagelversicherung, Mario Winkler.

Temperaturhöchstwerte um die 30 Grad Celsius gingen einher mit Starkregen und Hagel. Besonders betroffene Bezirke waren in Niederösterreich Zwettl und Gmünd sowie im Burgenland Oberwart und Güssing. An Kulturen wurden besonders Getreide, Mais, Kartoffeln, Raps, Zuckerrüben, Wein, Grünland in Mitleidenschaft gezogen. In Niederösterreich waren rund 3.500 Hektar beeinträchtigt, die Schäden beliefen sich auf 800.000 Euro. Im Burgenland waren es rund 4.100 Hektar bzw. 700.000 Euro.

Gewitterwarnung für Sonntag

Auch für Sonntagabend hat die Zamg (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) in Salzburg eine Gewitterwarnung angekündigt. Ausgehend vom Innviertel in Oberösterreich, dem Flachgau und Tennengau in Salzburg werden heftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel erwartet, die sich bis nach Mitternacht nach Osten und Süden ausbreiten, hieß es.

Das heftigste Wetter wird in Oberösterreich zwischen 17.00 und 21.00 Uhr vom Innviertel bis zur Pyhrn-Eisenwurzen erwartet. Die stärksten Regengüsse werden voraussichtlich im Innviertel niedergehen, Sturm mit Spitzen von 80 km/h und darüber sei in allen Landesteilen wahrscheinlich, so die Zamg in der Warnung. Auch Hagel könne dabei sein.