Heuer schon 1500 EinsätzeZoll-Diensthunde halfen beim Aufspüren von Drogen, Tabak und Geld

Die 26 Hunde des Zolls waren heuer wieder sehr fleißig. Vor allem Drogenspürhund "Crack" - er allein erschnüffelte 261 Kilo Haschisch.

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© Zoll/citronenrot
 

Die 26 Spürhunde des österreichischen Zolls haben im ersten Halbjahr 2021 wieder einiges erschnüffelt: Im Schwerpunkt "Suchtmittel" gab es fast 1.500 Einsätze mit Diensthunden, dabei wurden 318 Kilogramm und 13.244 Stück Drogen sichergestellt. In weiteren 96 Aufgriffen wurden 63.380 Stück Zigaretten - das entspricht 3.169 Packungen à 20 Stück - sowie 61 Kilogramm Tabak und 336 Zigarren sichergestellt, gab das Bundesministerium für Finanzen am Freitag bekannt.

Neben zwei Artenschutzaufgriffen konnten die Vierbeiner bei sieben weiteren Einsätzen mit Diensthundebeteiligung auch 70.390 Euro Bargeld feststellen. "Sie beweisen im Kampf gegen Betrug und Kriminalität den richtigen Riecher", lobte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) in einem Statement den Einsatz der Hunde, die an Grenzübergängen, bei Kontrollen auf Bundesstraßen und Autobahnen, auf der Post und nicht zuletzt auf Flughäfen ihre Arbeit verrichten.

Besondere Erwähnung bekam Zoll-Drogenspürhund Crack, denn er erschnüffelte 261 Kilogramm Haschisch mit einem Schwarzmarktwert von 2,5 Millionen Euro bei einer gemeinsamen Kontrolle eines litauischen Lkw von Polizei und Zoll im Kufsteiner Gewerbegebiet in Tirol. Zoll-Diensthund Ben fand bei seinem Einsatz mit der Fremdengrenzpolizei Leopoldschlag im Zuge der Kontrolle des Eurocity-Zuges der Strecke Prag - Linz indes ein Kilogramm Cannabiskraut im Koffer eines 30-jährigen Slowaken.

Moderne Hundeausbildung

Möglich werden Erfolge wie diese durch die reichhaltige Erfahrung des Zolls im Diensthundewesen. Die Diensthunde werden beim österreichischen Zoll einer kombinierten Ausbildung unterzogen. Dabei erlernt ein Diensthund das Aufspüren von Drogen und Tabakwaren, Drogen und Bargeld oder Drogen und Artenschutz. Artenschutzspürhunde werden auf ca. 15 bis 20 verschiedene Gerüche konditioniert. Neu ist dabei die Verwendung von so genannten Sokks-Cites. Bisher musste mit echten Tieren oder Elfenbein trainiert werden. Bei Sokks-Cites werden Materialien wie Elfenbein, Federn und Reptilien-Eier verwendet und ihr Geruch in einem speziellen Verfahren auf kleine Röhrchen aufgebracht, mit denen die Hunde üben.


Bei der Artenschutzhundeausbildung wird eng mit dem Tiergarten Schönbrunn zusammengearbeitet. Andere Ausbildungsstätten für das „training on the job“ aller Diensthunde sind neben Zollstellen an Grenzübergängen wie beispielsweise Nickelsdorf auch die Flughafen-Zollstellen wie etwa Wien Schwechat. Aber auch bei Busunternehmen und PKW-Händlern wird die Sucharbeit trainiert.

In der Ausbildung werden die Diensthunde spielerisch mit Einsatz des Klickertrainings an ihre Aufgabe herangeführt und nach erfolgreicher Auffindung mit Futter oder dem Spielball belohnt. Neben sehr guter Gesundheit, einer ausgeprägten beutetrieblichen Veranlagung und einem guten Sozialverhalten sind Unbefangenheit und Belastbarkeit unverzichtbare Grundvoraussetzungen für eine erfolgversprechende Ausbildung.

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