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Aus 40 Meter HöheKlippenspringer sprang am Wolfgangsee in den Tod

Erst durch den Einsatz eines Spezialsonargeräts konnte die Leiche des jungen Mannes in 60 Meter Tiefe entdeckt werden.

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Falkensteinwand am Wolfgangsee © Wikipedia/eweht
 

Im Wolfgangsee in St. Gilgen ist heute, Sonntag, ein Klippenspringer tödlich verunglückt. Der 25-Jährige war aus sehr großer Höhe - die Rede ist von 40 Metern -  im Bereich des Hochzeitskreuzes von der Falkensteinwand in den See gesprungen und nicht mehr aufgetaucht. Die Absprungstelle sei deutlich über jener gelegen, die normalerweise von den Klippenspringern genutzt werde, sagte Einsatzleiter Michael Pacher gegenüber der APA. Zeugen verständigten den Notruf. Der junge Mann dürfte flach mit dem Rücken auf der Wasseroberfläche aufgekommen und sofort versunken sein. Das haben seine beiden gleichaltrigen Begleiter unmittelbar nach dem Unfall über Mobiltelefon mitgeteilt. Sie verständigten sofort die Einsatzkräfte.

Die Wasserrettung St. Gilgen sei wenige Minuten nach dem Alarm an der Unglücksstelle gewesen, der Mann blieb aber vermisst. Weil die Falkensteinwand auch unter der Wasseroberfläche rund 100 Meter steil abfällt, habe man sich auf einen sehr schwierigen Einsatz vorbereitet, schilderte Pacher. Wasserrettung, Taucher, Feuerwehr und Polizei waren mit sieben Booten und Spezialgerät an der Suche beteiligt.

Gegen 13.30 Uhr konnte mit einem Spezialsonargerät, das den Boden des Sees abscannt, ein Anhaltspunkt gefunden werden. Speziell ausgebildete Taucher hätten die Suche fortgesetzt, gegen 15.30 Uhr habe man die Leiche des Verunglückten an die Oberfläche bringen können, berichtete der Bezirksleiter der Wasserrettung. Insgesamt waren rund 100 Leute an dem schwierigen Einsatz beteiligt.

Sprünge sehr gefährlich

„Solche Sprünge über 40 Meter in Badebekleidung und ohne Spezialausbildung sind sehr gefährlich. Es war ein bitterer Großeinsatz für uns – leider mit diesem tragischen Ausgang“, sagte Einsatzkleiter Markus Gewolf von der Wasserrettung dem ORF. Bei solche Fallhöhen und falschen Eintauchwinkeln wirke die Wasseroberfläche fast wie ein Festkörper.

Kommentare (9)
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dieRealität2020
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Ich wusste nicht das es am Mondsee Klippen gibt?

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Erinnerlich, mit meiner Frau Ende der 60er unterwegs konnten wir tatsächlich aus einiger Entfernung "Klippenspringer" in Acapulco sehen. Was uns erschreckte war das wir hier auch Jugendliche springen sahen. Dann wurde ein Obolus eingesammelt. Auf Nachfrage im neben stehenden Hotel wurde uns mitgeteilt, dass die Höhe je nach Absprung zwischen 30 und 40 m liegt. Unglaublich was Menschen für Geld riskieren.

Shiba1
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Darwin

......

wirklichnicht
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Mit 100 km/h aufgeprallt

Bei 40 m Fallhöhe beträgt die Endgeschwindigkeit im freien Fall die Quadratwurzel aus (2 * Höhe * Erdbeschleunigung) = 28 m/s oder 100 km/h

dieRealität2020
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Versuchen wir es einfach ausgesprochen:

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Zwei Faktoren sind für die Geschwindigkeit entscheidend: Die Gravitationskraft der Erde und der Luftwiderstand. Die Erdanziehung wirkt auf alles, was herunterfällt, gleich: Ein Mensch wird genauso stark beschleunigt wie ein herunterfallendes Blatt oder ein Regentropfen, nämlich mit der sogenannten Erdbeschleunigung von 9,81 m/s²
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Das bedeutet: Ohne Luftwiderstand würden wir im freien Fall pro Sekunde 9,81 m/s – das sind umgerechnet 35 km/h – schneller: Nach zwei Sekunden fallen wir mit 70 km/h, nach 3 Sekunden mit 105 km/h und so weiter. Nach einer Minute hätten wir dann schon eine Geschwindigkeit von 2.100 Stundenkilometern – hätten also längst die Schallmauer durchbrochen.
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Dass es so weit nicht kommt, liegt am Luftwiderstand. Dieser nimmt mit der Geschwindigkeit immer weiter zu und irgendwann gleicht sich das aus: Der Mensch wird dann durch die Anziehungskraft der Erde genauso so stark beschleunigt, wie er gleichzeitig durch den Luftwiderstand wieder gebremst wird. Und dann wird er nicht mehr schneller.
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Natürlich gibt es dabei geringfügige Ableitungen. Wenn man stattdessen mit den Füßen nach unten springen würde – so wie die meisten im Schwimmbad vom 5-Meter-Brett springen – kann man schon deutlich schneller werden. Und noch windschnittiger wird man, wenn man mit dem Kopf nach unten springt. (© swr)

nijinsky
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Realistisch?

Wo findet der Luftwiderstand in ihrer Formel Berücksichtigung? Dieser bremst den Fall, daher ist die Geschwindigkeit letztendlich geringer...wohl nicht aufgepasst in Physik...

GanzObjektivGesehen
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Die Diskussion ist zwar müßig.....

....aber der Luftwiderstand spielt in diesem Geschwindigkeitsbereich für die Endgeschwindigkeit eine gleich große Rolle wie die Schutzwirkung einer Daunenjacke gegen ein Kugelgeschoss.

wirklichnicht
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Ja, ist realistisch, in der Physik wird immer mit Näherungen gerechnet

Der Luftwiderstand kommt erst bei höheren Geschwindigkeiten zum Tragen und kann vernachlässigt werden (weil er quadratisch mit der Geschwindigkeit steigt). Fallschirmspringer erreichen ca. 200 km/h im freien Fall, allerdings nehmen sie eine besondere Position ein. Sie machen sich breit, fliegen auf dem Bauch liegend und strecken die Arme und Beine schräg von sich. Mit dem Kopf voraus erreichen Fallschirmspringer auch ca. 300 km/h..
Kleiner Tipp: Wenn Sie es selbst nicht wissen, nicht gleich andere kritisieren.

GanzObjektivGesehen
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Nur zur Information:

Beim Speed-Skydiving erreichen die Springer durchschnittlich Geschwindigkeiten von über 400Km/h. Der Weltrekord liegt bei 601 Km/h.

styrianprawda
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@wirklichnicht

Und das flach auf den Rücken!