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Im BurgenlandStreit um Bundesheer-Hilfe bei den Corona-Teststraßen

Burgenlands Landeshauptmann will die Testkapazitäten ausweiten, doch das Bundesheer denkt an einen Rückzug. In Sachen Corona-Unterstützung sind derzeit nach Tirol die meisten Soldaten im Burgenland im Einsatz.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatte am Mittwoch das Lockdown-Ende für sein Bundesland per Montag verkündet und gleichzeitig eine Ausweitung der Testkapazitäten angekündigt. So soll etwa in den Burgenländischen Impf- und Testzentren (BITZ) aufgestockt werden, um wöchentlich 300.000 Beprobungen durchführen zu können. Das könnte schwierig werden. Denn das Bundesheer, das aktuell mit 636 Mann bei Teststraßen, Transportlogistik, Corona-Grenzkonrollen oder Planungsaufgaben mithilft, will sich mehr und mehr zurückziehen.

Denn das Militärkommando Burgenland sieht seine Arbeit an den Corona-Teststraßen als erfüllt an. Ein derartiger Assistenzeinsatz sei nur dann anzufordern, wenn sonst niemand mehr in der Lage ist, eine Aufgabe zu bewerkstelligen, sieht Militärkommandant Gernot Gasser das Land Burgenland gefordert. Die am Mittwoch geäußerte Kritik von Doskozil an diesem Plan wies Gasser im Gespräch mit der APA zurück.

Nur in Tirol helfen wegen Corona mehr Soldaten

Gasser erklärte, dass das Heer im Rahmen dieses Assistenzeinsatzes seit fünf Monaten rund 500.000 Tests durchgeführt habe. Monatlich werden auch burgenlandweit 200.000 Testkits zu den jeweiligen Testeinrichtungen gebracht. Das Bundesheer stelle gemeinsam mit dem Roten Kreuz alle 14 Testspuren in den sieben BITZ, so Gasser weiter.

Recherchen der Kleinen Zeitung haben ergeben, dass nur Tirol derzeit mehr Hilfe vom Militär in Anspruch nimmt. Mit Stand 14. April 2021 waren im flächen- und einwohnermäßig deutlich größeren Tirol 689 Soldaten im Einsatz, im Burgenland waren laut Verteidigungsministerium 636. Dann folgen Niederösterreich (435), die Steiermark (381), Kärnten (270), Wien (240), Oberösterreich (100), Salzburg (78) und Vorarlberg (57).

"Ich erwarte, dass man uns von dieser Aufgabe einmal entbindet,
um das Bundesheer in die Lage zu versetzen, Reserven zu haben",
verwies der Militärkommandant etwa auf mögliche Ausreisekontrollen
in Bezirken: "Das ist ein nicht unrealistisches Szenario." Die
Behörde müsse daher alles unternehmen, um die Tests alleine zu
bewerkstelligen: "Vier Bundesländer - Tirol, Salzburg, Wien und
Kärnten - schaffen das bereits ohne Soldaten. Sie haben zivile
Firmen beauftragt", stellte Gasser fest. Dort hilft das Militär dennoch bei anderen Aufgaben zur Bewältigung der Pandemie - etwa dem Contact Tracing, bei der Sanitätsbetreuung oder an Impfstraßen. Aus dem Assistenzeinsatz werde man sich dennoch nicht einseitig zurückziehen, so Gasser. Das sei weder rechtlich möglich, noch beabsichtigt.

Kommentare (1)
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argus13
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4
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Ich

wurde am Sonntag in Klagenfurt geimpft. Das BH hat alles gut organisiert und alle Soldaten waren sehr freundlich - wie auch die Übrigen. Es ist lobenswert, wenn Leute sich am Wochenende gegen geringes Entgelt für diese stressige Arbeit mit z.T. unfreundlichen Wartenden zur Verfügung stellt. Das sollte auch einmal hervorgehoben werden BRAVO!