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Achtung beim Handyladen über NachtErhebliche Brandgefahr bei Lithium-Ionen-Akkus

Experten erklären, warum Lithium-Ionen-Akkus brandgefährlich sind und wie man sie am besten entsorgt.

© (c) Kristen - stock.adobe.com (Kristen Prahl)
 

Wer sein Handy über Nacht auflädt, kann damit einen Großbrand verursachen. Denn der im Inneren verbaute Akku kann innerhalb weniger Sekunden explodieren und umliegende Gegenstände entzünden. Über die Gefahren im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus und die richtige Entsorgung berichteten Experten am Dienstag bei einem Pressegespräch der Wirtschaftskammer in Wien.

"Jeder hat Akkus angesteckt und keiner denkt sich was dabei, doch irgendwann sind sie überhitzt und gehen in die Luft," sagte Werner Bleiberger, Geschäftsführer der Kärntner Abfallbewirtschaftung. Auf seinem Firmengelände sind schon oft Brände aufgrund falsch entsorgter Lithium-Ionen-Akkus ausgebrauchen. "Ein Brand ist meistens nach einer Stunde wieder gelöscht, aber danach herrscht Totalschaden", sagte er. Deshalb forderte er die Bevölkerung auf, alte Batterien und Akkus nicht im Restmüll, sondern gesondert zu entsorgen.

Explosion

Dehnt sich ein Akku aus oder wird ungewöhnlich heiß, muss sofort gehandelt werden. Denn sonst kann es zu einem Gasaustritt und nur wenige Sekunden später zu einem explosionsartigen Durchzünden kommen, was zu einem Brand führt. "Die wichtigste Maßnahme ist es, den Akku zu kühlen", sagte Markus Fellner, Sachverständiger für Brandursachen und freiwilliger Feuerwehrmann. Dabei sollte der Akku zum Beispiel in ein nicht brennbares Gefäß gegeben und dann mit Sand oder auch Katzenstreu bedeckt werden.

Nicht nur in Handys

Lithium-Ionen-Akkus stecken in zahlreichen Haushaltsgeräten, nicht nur in Handys. "Rund 40 Prozent der heute in Verkehr gesetzten Gerätebatterien sind bereits Lithium-Ionen-Battereien, Tendenz sehr stark steigend", sagte Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinationsstelle Austria. Zwar seien die Akkus eine sehr gute Technologie, die einen großen Nutzen biete, aber es sei wichtig, dass die Bevölkerung weiß, wie sorgsam man damit umgehen muss, erklärte Giehser.

Werden die Akkus richtig entsorgt, kommen sie auf dem Wertstoffhof in spezielle Metallbehälter, in denen kein Brand entstehen kann. Doch auch dann gibt es ein Problem - in Österreich können gebrauchte Akkus nicht recycelt werden. Deshalb werden die Fässer unter anderem nach Deutschland exportiert.

 

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