AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Laut Statistik Das sind die Bezieher der Mindestsicherung

Wer Mindestsicherung bezieht, ist überdurchschnittlich oft chronisch krank oder behindert.

Wer Mindestsicherung bezieht, ist überdurchschnittlich oft chronisch krank oder behindert
Wer Mindestsicherung bezieht, ist überdurchschnittlich oft chronisch krank oder behindert © APA/BARBARA GINDL
 

Das geht aus Zahlen einer EU-Sozialstudie hervor, die der APA vorliegen. Demnach bezeichnet sich ein Viertel der Bezieher als durch eine Behinderung stark beeinträchtigt, ohne Mindestsicherung sind es nur sechs Prozent. Die Armutskonferenz fordert die Regierung auf, die Ergebnisse bei der Reform der Mindestsicherung zu berücksichtigen.

Chronisch krank

Die Zahlen basieren auf einer von der Statistik Austria für das Sozialministerium durchgeführten Sonderauswertung der EU-Sozialstudie SILC der vergangenen drei Jahre. Demnach bezeichnet sich mehr als die Hälfte der Mindestsicherungs-Bezieher (58 Prozent) als chronisch krank, ohne Mindestsicherung ist es nur ein Drittel (32 Prozent). Je ein Viertel beklagt außerdem eine mehrfache gesundheitliche Beeinträchtigung oder eine Behinderung - vier Mal so viel wie im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung (je sechs Prozent).

Die Armutskonferenz befürchtet, dass behinderte Mindestsicherungsbezieher durch die Reformpläne der Regierung weiter unter Druck kommen könnten. Schon jetzt müsse in den meisten Ländern die Mindestsicherung ein finanzielles Existenzminimum für Menschen mit erheblicher Behinderung sichern, wenn sie in Privathaushalten leben. Auf deren besondere Bedürfnisse habe die Mindestsicherung aber keine Antwort, kritisiert der Sozialexperte der Diakonie, Martin Schenk. Sollten bei der geplanten Vereinheitlichung die etwa in Wien derzeit möglichen Sonderzahlungen für Behinderte wegfallen und Zusatzzahlungen für Wohnbedarf nur bei Alleinerzieherinnen zulässig sein, bedeute das massive Verschlechterungen.

Schlechtere Wohnung, höhere Kosten

Apropos Wohnbedarf: Der Umfrage zufolge leben Haushalte mit Mindestsicherung in schlechteren Wohnungen als der Durchschnitt, haben aber trotzdem höhere Wohnkosten pro Quadratmeter. Die Differenz beträgt je nach Gemeindegröße zwischen ein und zwei Euro pro Quadratmeter. Feuchtigkeit, Fäulnis oder Undichtheit wird mit 22 Prozent doppelt so oft beklagt wie von Haushalten ohne Mindestsicherung (11 Prozent), dunkle Räume von 15 Prozent (sechs Prozent ohne Mindestsicherung) und Überbelag von 29 Prozent (sechs Prozent bei Haushalten ohne Mindestsicherung). Schenk plädiert daher dafür, bei der Reform der Mindestsicherung auch Zusatzleistungen für die Verhinderung von Delogierungen sowie für Kautionen und Wohnungsmieten zu regeln.

Für die EU-Sozialstudie SILC werden jährlich knapp 13.000 Österreicher befragt, darunter rund 300 Bezieher von Mindestsicherung. Die Sonderauswertung basiert auf den Befragungen der Jahre 2015 bis 2017.

 

Kommentare (6)

Kommentieren
UHBP
7
23
Lesenswert?

Wer Mindestsicherung bezieht, ist überdurchschnittlich oft chronisch krank oder behindert.

Das wird diese Regierung aber nicht interessieren!
Wie man in dieser Regierung sieht, kann man auch mit zugesprochener Berufsunfähigkeitspension (warum eigentlich?) arbeiten gehen.
Möglichweise ist die "Unfähigkeit" das Kriterium ;-)

Antworten
4e45bafc255dca8d9edb6766106b4ac2
1
28
Lesenswert?

Armut macht krank -

Bildung ist der beste Weg um Armut zu entgehen. Nicht immer - Schicksalsschläge kann und wird es immer geben. Aber - interessant wäre ich die die schulische Bildung. Ich bin mir sicher - 75% haben entweder keinen oder nur einen Pflichtschulabschluss.
Liebe Jugend von heute - wollt ihr krank und in schimmligen Wohnungen dahinsiechen? Dann schmeißt die Schule!

Antworten
billy1963
4
20
Lesenswert?

Notstandshilfe

Ich verstehe immer noch nicht, warum man die Bezieher einer Notstandshilfe unbedingt in die Mindestsicherung treiben will . Ich bin zum Beispiel chronisch krank, laut Sozialministeriumsservice 60 Prozent eingeschränkt und kann deshalb nicht mehr arbeiten. Warum soll ich auf einmal die Mindestsicherung beantragen?
Für die PVA bin ich zu gesund für eine I-Pension!

Antworten
ichbindermeinung
23
35
Lesenswert?

extrem hoher Ausländeranteil

angeblich sind über 50% der Mindests.bezieher Ausländer. in Summe sind es dzt. über 310.000 die diese Sicherung beziehen d.h. im Umkehrschluß, dass auch sehr viel chronisch kranke und behinderte Ausländer zu uns gezogen sind oder bei uns krank geworden sind. Dazu kommen dzt. noch ca. 360.000 Arbeitslose und davon xxx.xxx Ausländer

Antworten
Jiyu
4
49
Lesenswert?

Laut "Umfrage"!

Eine "Statistik" besteht für mich aus Fakten und nicht aus einer Umfrage unter 13.000 Leuten.

Antworten
peterkoch63
6
45
Lesenswert?

Es wurden 300

...Mindestsicherungsbezieher befragt! Wow Das sind mal Fakten :)

Antworten