Wenn es so etwas wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner in der aktuellen politischen Missstimmung gibt, dann den, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen Veränderung herbeisehnt. Nicht alle streben in die gleiche, nicht wenige drängen sogar in die entgegengesetzte Richtung, aber ein „Weiter so wie bisher“ wäre fatal. Herbert Kickl hat das instinktiv richtig erfasst, aber mit einem Generalauftrag zum Umbau der Republik verwechselt. So weit ist es noch nicht– und ob es demnächst so weit kommt, liegt bei jenen, die jetzt politische Verantwortung in schwierigen Zeiten übernehmen.