ExklusivinterviewHirsi Ali: "Der Islam ist eine der größten Bedrohungen für die Frauenrechte in Europa"

Im einzigen Österreich-Gespräch vor Erscheinen ihres neuen Buches „Beute“ richtet die Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali scharfe Kritik an Europas Staatenführer. Sie schützten Frauenrechte nicht genug vor der Bedrohung durch muslimische Einwanderer.

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Ayaan Hirsi Ali
Ayaan Hirsi Ali © AP
 

Ihr Buch „Beute“, das am Montag auf Deutsch erscheint, behandelt die Frage, warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht. Warum halten Sie westliche Gesellschaften nicht für resilient genug?
AYAAN HIRSI ALI:Die westlichen Gesellschaften sind nicht belastbar genug, weil sie sich für ihre Werte entschuldigen. In den europäischen Ländern, die ich für dieses Buch bereist habe, traf ich viele Menschen - sogar Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden - und die mir sagten: Es tut mir so leid, ich will Einwanderer nicht loswerden, ich bin nicht rechtsextrem, ich will nur, dass deren schlechtes Verhalten aufhört. Das Problem ist, dass die Westler nicht so selbstbewusst in ihren Werten sind.

Sie heben das Thema sexuelle Gewalt durch muslimische Zuwanderer hervor. Warum wird dieser Aspekt nicht gesondert beachtet?
Viele westliche Gesellschaften, freilich nicht alle, haben das Thema Islam und Integration zum Tabu erklärt. Wo mehr Einwanderer aus muslimischen Ländern sind, gibt es Probleme mit der Integration. Das ist eine Tatsache. Wo es gut organisierte und etablierte islamische Gemeinden gibt, wie in Deutschland, Frankreich und einigen skandinavischen Ländern, ist die Frage der Assimilation eine Konfrontation der Werte. Die islamischen Führer sagen zu den Gemeinden: Integriert euch nicht! Nehmt nicht die Werte eures Gastlandes an, denn sie sind Ungläubige, sie sind Kuffar. Mit dieser Art von Mentalität und Konfrontation waren die westlichen Länder leider zu selbstgefällig und haben zu viel akzeptiert. Es ist fast ein Aufruhr. Denn diese Menschen leben als Gemeinschaft physisch im Land, aber sie bekennen sich zu einem völlig anderen Rahmen von Gesetzen, Werten, Normen und Ideen. Das gilt nicht für jeden einzelnen Muslim, aber eben besonders dort, wo die Islamführung gut organisiert ist.

Zur Person

Ayaan Hirsi Ali geboren am 13. November 1971 in Mogadischu (Somalia). Sie wuchs in Afrika und im Nahen Osten auf, bevor sie in den Niederlanden Asyl beantragte, wo sie 2003 ins Parlament gewählt wurde.

Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem britischen Historiker Niall Ferguson und zwei Söhnen in den USA.

Ist das Thema aus Ihrer Sicht die größte Bedrohung für die Frauenrechte?
Der Islam ist eine der größten Bedrohungen für die Frauenrechte in Europa. Denken Sie daran, dass in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit die Frauenrechte ohnehin beeinträchtigt sind. Und jetzt kommen diese so sozialisierten jungen Männer in die westlichen Gesellschaften. Besonders in den 2000ern sehen wir keinen Zustrom von Frauen und Familien sondern eine Menge junger Männer. Ich schaue mir nur die deutsche Statistik an: 60,5 Prozent der Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland um Asyl baten, sind Männer. Im Buch führe ich die Zahlen in aller Ausführlichkeit auf.

Und in Österreich?
Dort sind es zum Teil noch mehr, aber Österreich wurde überwiegend nur als Durchgangsland genutzt. Die meisten Einwanderer wollten nach Deutschland. Österreich ist trotzdem für mich sehr interessant. Denn es ist eines der Länder, auf die ich hoffnungsvoll blicke, wenn es darum geht, bei Einwanderern unsere Werte durchzusetzen. Aber damit das passieren konnte, gab es eine Menge Gewalt gegen Frauen. Manche Österreicherinnen haben es mir gegenüber als "Vergewaltigungsepidemie" beschrieben. Und das war noch vor Corona. Das war die Sprache, die tatsächlich verwendet wurde. Wenn solche Dinge passieren und es ein Opfer nach dem anderen gibt, dann wachen einige Länder auf und sagen: Okay, vielleicht müssen wir etwas gegen dieses Problem tun. Österreich und Dänemark sind auf einem guten Weg. In Schweden, Deutschland und Frankreich ist es schrecklich.

Sie plädieren dafür, dass diese Fragen auf "verantwortliche Weise" angesprochen werden. Geht das überhaupt, wenn man umgehend von Islamisten bedroht oder als rechtsextrem und rassistisch bezeichnet wird?
Es ist möglich. Denn Länder, die sich verändern, sind solche, die eine Krise des sozialen Zusammenhalts haben. Sie erleben ein Aufkommen von rechtsextremen Parteien wie in Frankreich. Sie hatten Terroranschläge und terroristische Aktivitäten. Wenn sich die Dinge verschlimmern, beginnen einige der führenden Politiker mit einer Politik zu reagieren, die oft zu wenig ist und zu spät kommt. Ich beobachte Frankreich intensiv. Der Schullehrer Samuel Partie wurde nach einer Reihe von Terroranschlägen und versuchten Terroranschlägen in Frankreich enthauptet. Und der Präsident sagte: Okay, ich werde ein Gesetz zur Bekämpfung des islamischen Separatismus verabschieden. Er bringt es durch das Abgeordnetenhaus, das Gesetz ist jetzt im Senat, aber es ist verwässert. Selbst wenn das Gesetz verabschiedet wird, ist es nicht stark genug. Aber immerhin besser als nichts.

Der niederländische Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans hat in einer sechs Länder umfassenden Studie festgehalten, dass 65 Prozent der Muslime religiöse Regeln für wichtiger erachten als die Gesetze des europäischen Landes, in dem sie leben. Was sagt das über die schweigende Mehrheit der Muslime aus?
Seiner Arbeit in seinem Buch „Das verfallene Haus des Islam“ bin ich gefolgt. Ich bin so glücklich, dass er ein Empiriker ist. Er beschäftigt sich nur mit Zahlen sowie mit Indikatoren, die man messen kann. Denn das ist ein hochkomplexes Thema, dem mit Studien nur schwer beizukommen ist. Aber er hat sich der Aufgabe gestellt und statistische Vergleiche über nahezu alle westlichen Länder in der Welt aufgestellt. Seine Schlussfolgerungen sind entsetzlich. Nicht nur, dass 60 Prozent der jungen Leute diese Ansichten teilen, Koopmans fand sogar heraus, dass jedes westliche Land mit muslimischen Einwanderern Probleme mit deren Integration hat. Er erwähnt interessante Vergleiche zwischen Flüchtlingen aus dem Libanon, also mit exakt den gleichen Fluchtursachen in ihrem Herkunftsland. Einige sind Christen, einige sind Muslime, aber alle gingen nach Australien und hatten damit dieselben Startbedingungen. Die Christen aus dem Libanon haben sich gut integriert, die muslimischen Libanesen nicht. Pakistani und Bangladeschers im Vereinigten Königreich scheitern seit Jahrzehnten, die Hindu und Sikh sind hingegen völlig integriert – zum Teil sogar besser als die Urbevölkerung. Kopmanns folgert daraus: Die Probleme, die wir in muslimischen Ländern sehen, beobachten wir auch in den muslimischen Gemeinschaften in westlichen Ländern. Das betrifft insbesondere die Frage der Frauenrechte. Das hat Koopmans nicht im Detail getan und ich habe das ausgearbeitet.

Sie vergleichen die islamische Haltung in der Frauenfrage mit der christlich-westlichen Haltung. Ist das tatsächlich eine Frage der Religion oder nur eine Konfrontation der Kulturen?
Es ist meiner Ansicht nach beides. Religionen sind eine Quelle gesellschaftlicher Werte. Der Islam ist eine Quelle der Werten und der Normen sowie Gesetzen, wenn man an die Scharia denkt. Es ist nicht mehr möglich, so zu tun, als ob etwas, das sich Islam nennt, nichts mit Werten und Geseten zu tun hätte. Und dass es nur eine Religion ist. Und es noch etwas anderes gibt, was Kultur und Werte heißt. Das funktioniert inzwischen nicht mehr. Wenn Muslime in westliche Gesellschaften einwandern, bringen sie ihre islamischen Normen, Werte, ihre Kultur und ihre Haltung zu Frauen, Homosexuellen, Juden sowie Nichtmuslimen mit. Und etliche Muslime handeln nach diesen Einstellungen. Die Folgen davon sind der Kern meines Buches.

Viele junge Muslime sind bereits in Europa geboren und nennen Europa ihre Heimat. Wohin sollen wir sie genau schicken? Die Vorstellung, Menschen zurückzuschicken, die in Österreich geboren und aufgewachsen sind, ist bis zu einem gewissen Grad Selbstbetrug. Man kann jene, die jetzt kommen und eine Anpassung verweigern, zurückschicken. Man sollte das vor allem nur dann, wenn zuvor genug in einen gangbaren Weg zur Integration investiert wurde. Aber für diejenigen, die in Österreich geboren und aufgewachsen sind, ist die Assimilation der einzige Weg. Man muss Programme entwickeln und dann dafür sorgen, dass entsprechende Personen diesen Programmen folgen.

Die Einwanderung aus muslimischen Ländern führt offensichtlich stärker als frühere Fluchtbewegungen zu einem Konflikt der Kulturen in Europa. Wie sehr ist dies darauf zurückzuführen, dass europäische Staats- und Regierungschefs versagt haben?
Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Als Ost- und Westdeutschland wiedervereinigt wurden, sollten sich die Ostdeutschen in das neue System integrieren. Es gab zugegebenermaßen nicht so eine große kulturelle Kluft zwischen Menschen wie bei Afghanen in Australien oder Syrern in Österreich. Aber die Erwartung war trotzdem, dass aus den Ostdeutschen Westdeutsche werden sollten. Sie sollten westliche Werte annehmen und westliche Gesetze akzeptieren. Wenn sie dies nicht taten, wurden ihnen ein Gefühl von Fremdheit, Andersartigkeit und Zurückweisung vermittelt. Bei der muslimischen Einwanderung herrschte immer die Einstellung vor: Du kannst deine Kultur behalten. Diese Haltung der europäischen Länder war meiner Ansicht nach falsch. Es basierte auf der früheren Idee, dass Gastarbeiter irgendwann wieder heimkehren und damit keinerlei Notwendigkeit bestand, sich anzupassen. Als es dann schließlich keine Arbeit mehr für die Gastarbeiter gab, wurden ihnen trotzdem erlaubt, zu bleiben und ihre Familien nachzuholen. Diese Einstellung hält bis heute an. Sie wurden aber auch später nie aufgefordert, sich anzupassen. Die Debatte über Integration von muslimischen Minderheiten geschah in den westlichen Ländern vornehmlich ohne diese Minderheiten. In den Debatten überzogen sich die Teilnehmer dann mit Begriffen wie Rassist, Fremdenfeind, Islamfeind. Es ging aber nie um Programme, wie Migranten geholfen werden kann, die Werte des Gastlandes wirkungsvoll anzunehmen. Obendrauf kam die Erlaubnis der europäischen Staaten, eine islamische Infrastruktur aufzubauen, in der islamische Gelehrte den Mitgliedern der Gemeinschaft sagen können: Nimm nicht die Werte deines Gastlandes an!

Sie waren in den Niederlanden selbst in der Politik. Welche Begebenheiten waren frustrierend?
Am frustriertesten waren die Mitte-Links-Parteien mit ihren Wertvorstellungen. Die Haltung lautete damals: Ihr könnte in die Niederlande kommen, bekommt alle Vorzüge des Wohlfahrtstaates und müsst nicht in das System einzahlen. Wenn den Parteien Enttäuschung aus der Bevölkerung entgegenschlug, entgegneten sie: Ihr seid Rassisten. Nicht nur die fehlenden Einzahlungen hat den Wohlfahrtsstaat beschädigt, sondern auch die Kriminalität. Es ging um die Haltung der muslimischen Männer zu Frauen und um die Gewalt gegen sie. Die Führungen der Parteien links der Mitte, nicht allein in den Niederlanden, und mit Ausnahme von Dänemark, haben alle Bemühungen vereitelt, die Probleme anzugehen und zu lösen.

Was lehnt der Islam denn ab, dass wir stattdessen akzeptiert haben?
Der Islam lehnt Reziprozität ab. Ein radikaler Islamist würde Ihnen gerne islamische Werte aufzwingen. Und ich denke, das ist es, was die europäischen Länder akzeptiert haben. Sie haben akzeptiert, dass sich eine islamische Infrastruktur in europäischen Ländern etabliert, was muslimische Länder nicht tolerieren würden. Das ist kein Weg in zwei Richtung. Der Islam ist eine Einbahnstraße.

Die Gegenthese zur Einwanderungsbeschränkung lautet, dass diese mittellosen Menschen aus Afrika und Asien nicht mit ihren Füßen abstimmen müssten, wenn es durch den Westen keinen Kolonialismus gegeben hätte und damit nicht die ökonomischen Möglichkeiten dort zerstört worden wären, während der Westen sich in eine Position unverdienter Überlegenheit erhoben hat. Was erwidern Sie denen?
Tatsächlich habe ich aufgehört, mit Linksparteien darüber zu diskutieren. Aber früher habe ich denen darauf geantwortet: Ihr nehmt die Realität und stellt sie auf den Kopf. Zuerst sagen Sie, wenn Sie eine Person im linken Spektrum sind, dass Kolonialismus bedeutet, dass weiße westliche Menschen in diese Länder gehen und den Menschen dort ihre Werte aufzwingen. Jetzt hat das aufgehört und die Leute von dort kommen hierher. Und die Linken sehen immer noch, dass wir denen Werte aufzwingen wollen. Die Menschen, die aus Afghanistan und anderen Teilen Südasiens oder Afrikas oder des Nahen Ostens kommen, werden von niemandem gezwungen, nach Europa zu kommen. Sie kommen mit freiem Willen hierher. Und sie wollen kommen, weil sie wirtschaftliche Chancen und politische Stabilität suchen. Das sind die Schlüsselkomponenten des Mangels in ihren eigenen Ländern. Damit sie in den Aufnahmeländern in Europa erfolgreich sein können, müssen sie die politischen und kulturellen Werte übernehmen. Das ist die einzige Fahrkarte zum Erfolg. Es hat keinen Sinn, über den Kolonialismus zu reden, der irrelevant ist. Es macht keinen Sinn, darüber zu reden, was in der Geschichte der westlichen Zivilisation schiefgelaufen ist. So viele Dinge gingen schief, aber viele Dinge verliefen auch richtig. Wenn etwas von diesen Dingen richtig gut gelaufen ist, dann sind es wirtschaftliche Möglichkeiten und politische Stabilität.

Könnte dieser Streit nicht langfristig zu einem Ende des Asylsystems führen?
Wir sollten das jetzige System beenden, denn 99,9 Prozent der Menschen, die um Asyl ansuchen, passen nicht in die legalen Rahmenbedingungen des europäischen Asylsystems. Das Asylsystem wurde 1959 ursprünglich konzipiert für Menschen hinter dem Eisernen Vorhang. Individuen, die vom politischen System verfolgt wurden und ihren Weg in den freien Westen fanden. Werte waren damals kein Thema für die Ankommenden. Ihnen waren die westlichen Werte wichtig. Das war ja der Grund warum sie vor den sowjetischen Herrschern flohen. Das waren die Rahmenbedingungen für das Design dieses Systems. Es war nicht darauf ausgelegt, dass Millionen Menschen aus dem Mittleren Osten, aus Südasien und Afrika kamen. Diese Weltregionen sind aber nach wie vor politisch instabil und wirtschaftliche Sorgenkinder. Man kann also jetzt schon voraussehen, dass weitere Millionen Menschen den Versuch unternehmen werden, nach Europa zu gelangen. Das jetzige Asylsystem ist nicht die richtige Antwort darauf.

Sie selbst wenden ein, dass man deshalb natürlich nicht ganze Bevölkerungsgruppen verdächtigen könne. Wie lässt sich eine Pauschalisierung verhindern?
Natürlich geht das. Jeder der zu uns in den Westen kommt ist ein Individuum und so sollten wir auch jeden individuell betrachten. Das ist gerade eines der Markenzeichen in Europa, dass jeder als Einzelner betrachtet wird. Allerdings findet man verschiedene Kategorien von Immigranten. Es gibt die Gruppe der Anpasser, die Regeln annehmen, Gesetze achten, die Sprache lernen, sich nach Jobs umschauen und sie auch finden. Die zweite Gruppe sind junge Männer, die sich auf sexuelle Verfehlungen und Kleinkriminalität einlassen, im Gefängnis landen und immer wieder Probleme verursachen. Hinzukommen als dritte Gruppe die Fanatiker. Das sind Islamisten, die denken, sie könnten die Sharia-Gesetze in ihren neuen Gesellschaften umsetzen. Die vierte und letzte Kategorie, zumeist Frauen und Ältere, besteht aus Menschen, die vor allem auf die Vorzüge des Wohlfahrtstaates schauen. Sie genießen kostenlose Wohnungen, das Schul- und Gesundheitssystem, weil sie tatsächlich glauben, dass alles gratis ist. Sie machen auch die größte Gruppe aus, während muslimischen Anpasser zur kleinsten Gruppe gehören. Das zeigen die Zahlen und ist keine Generalisierung.

Das Buch

Ayaan Hirsi Ali: Beute -Warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht. C. Bertelsmann. 432 Seiten, 22 Euro

C. Bertelsmann C. Bertelsmann
C. Bertelsmann © C. Bertelsmann

Auszug aus dem Buch

"Als Immigrantin und ehemalige Asylbewerberin somalischer Herkunft bin ich für Einwanderung. Ich habe nichts gegen Menschen, die ihre Sachen packen und ihre Heimat verlassen, um zu versuchen, ihre Lebensumstände zu verbessern. Ich verstehe total, warum sie das gerne tun möchten, weil ich es selber so gemacht habe. Meine Sorge gilt den Einstellungen, die einige mitbringen, den Verhaltensweisen, die diese Einstellungen bei einer Minderheit von Migranten hervorrufen, sowie dem offensichtlichen Unvermögen westlicher Länder, zu erkennen, wie die daraus resultierende Probleme zu bewältigen seien. Tatsächlich wird der Westen den Migranten nicht gerecht, indem er sich weigert, junge Männer auf den Kulturschock vorzubereiten, den sie erleben werden, und indem er sich anschließend weigert, sie für ihre mangelnde Selbstkontrolle zur Rechenschaft zu ziehen."

Kommentare (64)
Zwiepack
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Liberale Moslems auf die Bühne!

Wenn es um den Islam geht, muss meist die Kopftuchquotenfrau aufs Bild. Unser Unterstützung muss viel mehr den aufgeklärten, liberalen Moslems zuteil werden, die (leider schweigend) aber doch in großer Zahl vorhanden sind. Mit denen habe ich kein Problem, mit den FreundInnen des Propheten die Ihre Religion weithin sichtbar vor sich her tragen müssen und geistig im Mittelalter stecken geblieben sind, schon!

HannesK
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Aufschlussreich, aufrüttelnd.....

Dieses höchst aufschlussreiche und zugleich aufrüttelnde, umfassende Interview müsste in allen österr. TAGESZEITUNGEN erscheinen!

Sam125
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Hirsi Ali und die Gefahr für die Frauen,durch den radikalen Islam in Europa!

Hirse Ali, der Islam ist die größte Bedrohung für die Frauenrechte in Europa!
Solange neu zugewanderte Migranten unsere Demokratie,unsere Kultur nicht voll und ganz anerkennen, solange werden die Frauenrechte,mit Zwangsverheiratungen, Kinderehe und natürlich auch die Unterdrückung der Mädchen und Frauen weiter bestehen bleiben und das ganze wird leider oftgenug auch noch mit der Ermordung der Frauen beendet,wenn die Ehre der Männer,oder auch der Familie von den Frauen gekänkt wird!Danke Frau Hirse Ali für ihren Bericht!Sagte nicht auch der türkische Sultan zu seinenm im Ausland lebenden Volk,dass sie viele Kinder bekommen sollen damit der Islam fruchtbar überall hin weitergtragen wird? Er sprach auch so seinen Schäfchen: Die Demokratie ist nur der Zug auf dem wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind, die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bayonette, die Kuppeln unsere Helme und die GLÄUBIGEN unsere Soldaten!

Sam125
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Danke Frau Hirsi Ali für Ihre offenen und aufschlussreichen Worte,die sie Herrn

Hasewend gegeben haben! Es ist nur zu hoffen,dass sie damit vorallen diejenigen Mitbüger erreichen,die diese GEFAHR die durch den radikalen Islam für uns alle besteht bis jetzt nicht erkennen wollen und daher auch nicht die Bedrohung für die Frauenrechte nicht sehen wollen! Frau Ali,sie sind neben Frau Seyran Ates und Thilo Sarrazin die Hoffnungsträger für unsere Kinder und Enkelkinder, dass auch sie vielleicht noch eine Heimat haben,wie wir sie hatten!Bitte lassen Sie sich nicht von den radikalen Islamisten einschüchtern,wie es auch nicht Frau Ates und auch Herr Sarrazin tun!Ich wünsche ihnen alles nur erdenklich Gute für die Zukunft!Wenn Tolerante sich gegen Intolerante nicht zur Wehr setzen, so wird die tolerante Gesellschaft zerstört und mit ihr stirbt auch die TOLERANZ!Von Sir Karl Popper

vitruvius
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"Du kannst deine Kultur behalten. Diese Haltung der europäischen Länder war meiner Ansicht nach falsch."

Diese Haltung war nicht nur falsch, sie war und ist katastrophal. Es ist ja nicht nur die andere Kultur und Tradition, es sind vor allem andere Moralvorstellungen die hier eingeschleppt werden, oft vollkommen inkompatibel mit unseren. Ungleichberechtigung von Frauen, Zwangsverheiratung von Mädchen, relig. Regeln über staatlichen Gesetzen, etc. ...hier nur von anderen Werten zu sprechen ist ein Verharmlosung sondergleichen. Das sind Unwerte, und bei uns vollkommen(!) inakzeptabel.

Wir haben versäumt (und tun es noch immer) von allen eine unbeschränkte Zustimmung zu diesen unverhandelbaren Werten VOM ERSTEN TAG an zu verlangen. Wird das verweigert, kann die Antwort nur lauten: Du bist nicht willkommen. Und es geht zurück, sofort.

Die Willkommensklatscher, oft ohne Obergrenzen, meist links der Mitte, sind jene die das unreflektiert mitnehmen, obwohl ihnen genau an diesen Werten sonst sehr viel gelegen ist.
Und wir wundern uns wenn deren Moralvorstellungen noch an die übernächste Generation schon hier Geborener so mir nix/dir nix weitergegen wurde.

Integration ist ein oft mühsamer und längerer Weg. Wenn aber die Moralvorstellungen nicht vom ersten Tag an zu uns passen, wird Integration nie gelingen.

vitruvius
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"Du kannst deine Kultur behalten. Diese Haltung der europäischen Länder war meiner Ansicht nach falsch"

Diese Haltung war nicht nur falsch, sie war und ist katastrophal. Es ist ja nicht nur die andere Kultur und Tradition, es sind vor allem andere Moralvorstellungen die hier eingeschleppt werden, oft vollkommen inkompatibel mit unseren. Ungleichberechtigung von Frauen, Zwangsverheiratung von Mädchen, relig. Regeln über staatlichen Gesetzen, etc. ...hier nur von anderen Werten zu sprechen ist ein Verharmlosung sondergleichen. Das sind Unwerte, und bei uns vollkommen(!) inakzeptabel.

Wir haben versäumt (und tun es noch immer) von allen eine unbeschränkte Zustimmung zu diesen unverhandelbaren Werten VOM ERSTEN TAG an zu verlangen. Wird das verweigert, kann die Antwort nur lauten: Du bist nicht willkommen. Und es geht zurück, sofort.

Die Willkommensklatscher, oft ohne Obergrenzen, meist links der Mitte, sind jene die das unreflektiert mitnehmen, obwohl ihnen genau an diesen Werten sonst sehr viel gelegen ist.
Und wir wundern uns wenn deren Moralvorstellungen noch an die übernächste Generation schon hier Geborener so mir nix/dir nix weitergegen wurde.

Integration ist ein oft mühsamer und längerer Weg. Wenn aber die Moralvorstellungen nicht vom ersten Tag an zu uns passen, wird Integration nie gelingen.

migelum
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Lieber Ingo Hasewend,

... vor "Erscheinen" in der Anreißerzeile bitte großschreiben, da diesfalls nominal gebrauchtes Verb ...

KleineZeitung
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Aufmerksame/r Leser/in

Stimmt! Ist korrigiert.
Freundliche Grüße,
die Redaktion

valentine711
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Die Eroberung

Europas ist definitiv das Ziel des Islam. Der türkische Präsident hat die türkischen Communities in Europa wiederholt aufgefordert, sich nicht zu integrieren.
Und er gab auch Folgendes von sich: »Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.«

Die schleichende Islamisierung Europas ist meiner Meinung nach bereits voll im Gange.

elisabeth reinisch
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Enttäuschend

Ich bin enttäuscht, dass die Kleine Zeitung ein Interview mit so einem Titel veröffentlicht. Mit der steigenden Islamophobie in Europa, wie zum Beispiel dem Verbot von Halal und Hijab unter 18 in Frankreich, sollte man seine Moral hinterfragen wenn man solche Botschaften verbreitet, ohne jemals der anderen Seite eine Platform zu geben. Ist der Islam eine Bedrohung oder eine kleine Minderheit der Einwanderer? Und seit wann ist Österreich so toll wenn es um Frauenrechte und sexuelle Gewalt geht? Artikel mit Klickbait-Titel wie diesen geben Leuten mehr Bestätigung, ihren Hass frei aussprechen, wie man in so manchen Kommentaren hier schon sieht. Der Titel hätte genau so darüber sein können, dass sie findet, dass man mehr auf Integration setzten muss, aber das wäre ja kontraproduktiv für die Anzahl der Klicks, oder?

Zwiepack
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Kommen und sich nicht integrieren wollen,

die Werte des Landes, in dem man nun Leben will, nicht anerkennen wollen, DAS sollte hinterfragt werden, liebe Frau Reinisch!

Shiba1
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Nur so einmal zum Drüberstreuen...

Integration ist eine Bringschuld und beileibe keine Sache, die immer wieder automatisch von uns eingefordert werden kann.
Wer hierher kommen und womöglich bleiben will, muss sich gefälligst selber darum kümmern, wie er hier die Sprache und Gebräuche lernt.
Wie kommen wir dazu, dass beispielsweise Deutschkurse bezahlt werden, welche die Migranten dann teilweise nicht einmal besuchen. Man kann die Kurse anbieten, dafür aufkommen muss aber, wer hierher zuwandern will. Das ist schon einmal die erste zu fordernde Integrationsleistung.
Dauernd hören wir, dass wir mehr für Integration tun müssen; ich denke dass uns Steuerzahler das Ganze schon genug kostet. Interessanterweise bekommen wir ja bezüglich der Kosten nie eine Gesamtsicht präsentiert. Das ist in meinen Augen schon einmal grundsätzlich verdächtig, wenn man damit nicht an die Öffentlichkeit rücken will.

vitruvius
2
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Liebe elisabeth

Enttäuschend ... ist dass nach wie vor ziemlich unreflektiert Leute nicht nur aus anderen Kulturen, sondern mit zu uns vollkommen inkompatiblen Moralvorstellungen hereingelassen werden. Diese Kritik hat weder mit Rassismus noch Islamophobie was zu tun. Ja, man kann feststellen dass besonders Menschen aus den islamgeprägten Kulturräumen solche Moralvorstellungen vertreten, die höchstens Unwerte darstellen, aber kein Werte.
Probieren Sie doch bitte mal über ihre Scheuklappen hinaus zu denken, und nicht immer die Islamophobiekeule zu schwingen.

ASchwammerlin
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Sie befürworten das Tragen von Burka und Hijab?

Schon Alice schwarzer sagte, das sind wandelnde Gefängnisse? Können sie sich vorstellen, ihr ganzes Leben in einer Vollverschleierung zu verbringen? Das hat in einer offenen, liberalen Gesellschaft nicht verloren! Es ist schon schlimm genug, dass es so etwas gibt, dass westliche Frauen, die alle Freiheiten genießen können (zum Glück) das Gutheißen, ist noch schlimmer. Genau das meint Frau Hirsi Ali in ihrem Buch! sie sollten ihr Weltbild wirklich einmal hinterfragen!

wollanig
1
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Na da ist die Erste,

die sofort von Hass spricht, wenn man dieses Thema anspricht. Ich frage mich immer wieder, warum Frauen aber auch Minderheiten so dafür sind, in absehbarer Zeit ihre über Jahrzehnte mühevoll erkämpften Rechte zu verlieren. Falls sie wirklich eine Frau sind frage ich mich, was in ihrem Kopf vorgeht.

crawler
0
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Sie hätten vollkommen Recht,

wenn es den politischen Islam nicht gäbe. Wenn sie z.B. die Aussagen von Präsident Erdogan analysieren, werden sie verstehen, dass es keineswegs um die Rechte der Frau geht. Diejenigen muslimischen MitbürgerInnen die selber denken können und sich von Vorgaben des politischen patriarchischen Islam gelöst haben, sind dann schon die einzigen die sich einbürgern lassen wollen.

smithers
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Gratulation an die Redaktion

Ein großartiges Interview mit einer fantastischen Persönlichkeit. Praktisch alles was die Dame hier vertritt klingt schlüssig und plausibel.

Gleichzeitig sollte das natürlich auch vielen Menschen in unserem Land zu denken geben.

Shiba1
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Meine Sorge gilt den Einstellungen, die einige mitbringen, den Verhaltensweisen, die diese Einstellungen bei einer Minderheit von Migranten hervorrufen, sowie dem offensichtlichen Unvermögen westlicher Länder, zu erkennen, wie die daraus resultierende Probleme zu bewältigen seien.

Australien hat es erfasst, wie dem Problem begegnet werden kann.

jg4186
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Eine Gesellschaft ohne Werte wird wertlos

...hat Prof. Neuhold schon vor Jahren geschrieben.
Das Thema Flüchtlichge, Asylanten, Islam ist ein schwieriges. Aber wir müssen uns in Europa diesen Herausforderungen stellen. Der Beitrag von Frau Ayaan Hirsi Ali ist auch eine Sichtweise, eine interessante, bedenkenswerte. Sie kam ja auch als Flüchtling nach Europa, fand hier Schutz und Heimat (obwohl sie laut wikipedia dabei einiges verschwiegen, falsch dargestellt, gelogen hat).
Was sind wirklich unsere Werte, die uns wichtig sind, undiskutierbar?
Und die wir auch von allen, die hier leben wollen, einfordern müssen. Nicht der Islam ist das Problem, sondern Islamisten, die Menschenrechte, Toleranz, Demokratie, Gewaltlosigkeit u. a. in Frage stellen. Da müssen wir "Halt" sagen müssen, um eben diese Werte zu schützen.

Wuffzack3000
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An die Redaktion der kleinen Zeitung

Bitte die Kommentarfunktion abdrehen, wenn ihr keine kritischen Stellungnahmen zu gewissen Parteien haben wollt, oder schreibt das gleich dazu, das wäre fair!

KleineZeitung
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Kritik ja, Gehässigkeit und Hetze nein

Ich finde die Kommentare reichlich kritisch und gerade bei diesem Thema oft schon grenzwertig. Gegen kritische Stellungnahmen haben wir auch nichts einzuwenden. Nur wenn allzu offensichtlich gegen die Forenregeln verstoßen wird, löschen wir.
Freundliche Grüße,
die Redaktion

egubg
1
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...bei diesem Thema oft schon grenzwertig...

Einige Beispiele der hier vorhandenen "grenzwertigen" Kommentare wären angebracht, um zu wissen wo Grenzwertigkeit für die Redaktion beginnt.

Wuffzack3000
6
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Diese Zensur

Der Redaktion ist mittlerweile unerträglich! Warum löscht ihr immer wieder ganz seriös geschriebene Kommentare, nur weil sie euch nicht passen! Dann spart euch doch das Ganze!

*kopfschüttel*

egubg
1
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Bemerkenswert,

dass die Kl.Ztg. so einen Artikel veröffentlicht!
Mehrheitlich geht so etwas nicht durch die Selbstzensur der Medien, ist es doch Kritik am Islam und deren Gläubigen.
P.C. ist das wahrscheinlich ein no go und es kommen sicher Rügen von Kirchen, Parteien und Islamvertretern, ist doch alles was aufgezeigt wurde eine Kritik an dieser Religion und deren Ausübung ihrer Religionsfreiheit, die jegliche Art der Diktatur am einzelnen Menschen erlaubt und rechtfertigt, und daher aus religiösen Gründen auch nicht hinterfragt werden soll und darf.

Isidor9
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Wunderbare Frau

Die Autorin ist eine bewundernswert mutige Frau, die ja von den fanatischen Islamisten mit dem Tod bedroht wird. Ihr Buch sollten alle jene lesen , die vorschnell mit der Wortkeule "Islamophobie" jede Kritik am Islam zu verhindern versuchen. Ganz grosses Lob der Kleinen Zeitung , dass dieses interessante Interview abgedruckt wurde!!!

makronomic
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Kein Platz für breite Zuwanderung zur Zeit

Österreich ist voll, wir haben genug eigene Probleme.

Die Zuwanderung über die Rot-Weiß-Karte funktioniert hervorragend, sollte nur schneller gehen und etwas länger gestreckt sein bis zur endgültigen Aufenthaltsgenehmigung. (von 24 Monate auf 48 Monate bis zur endgültigen Zulassung). Und danach sollte eine fixe Aufenthaltsgenehmigung kommen, gerne, aber die Staatsbürgerschaft erst nach mind. 10 Jahren ordentlichem Aufenthalt und Prüfung in Deutsch etc. - Modell USA ist hier perfekt.

Eine Fluchtmigration darf es garnicht geben, nach Ende des Fluchtgrundes muss die Person das Land jedenfalls verlassen. Wenn jemand in der Zeit jedoch zu einer Rot-Weiß-Karten Qualifikation (Berufsausbildung in Mangelberufen etc.) kommt, dann gilt diese RWK Regel. Damit können wir uns die Fähigen behalten. Die die nichts lernen oder können müssen zurück.

Ja, das klingt hart, die heutige Situation beweißt aber das es nicht anders geht.
Kanzler Kurz steht dafür - eine der wenigen Sachen die er mit notwendiger Konsequenz betreibt. Danke dafür!

 
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