Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – ja, auch die „Big Five“ haben rund um die Lodge Omaanda ihren Lebensraum. Aber die geheimen Stars im Schutzgebiet Zannier Reserve by N/a’an ku sê in Namibia sind ein paar Nummern kleiner: Gleich mehrere Erdmännchen-Kolonien logieren in der Nähe des Gästehauses.

Hautnah erleben kann man die Tiere mit den schwarzen Knopfaugen und dem aufmerksamen Blick, wenn man dieMeerkat Manners Experience des Hotels bucht: Die beginnt noch vor Sonnenaufgang, denn Erdmännchen sind Frühaufsteher. In den Morgenstunden sind sie besonders aktiv, bevor sie aus Schutz vor der prallen Sonne in ihren unterirdischen Behausungen zurückziehen.

Zu Fuß geht es in einer Gruppe von maximal sechs Gästen mit einem erfahrenen Guide in die Savanne, um die Tiere bei ihrer Morgenroutine zu beobachten – und dann selbst ein besonderes Frühstück in der Wildnis zu genießen.

Die Lodge Omaanda im Schutzgebiet Zannier Reserve in Namibia
© KK

Warum Familie Erdmann nahe der Lodge wohnt, hat einen traurigen Hintergrund: Weil die Tiere so putzig aussehen, versuchen nicht wenige Menschen sie als Haustier zu halten. Diese nicht artgerechte Haltung quittieren die Mangusten mit aggressivem Verhalten gegenüber ihren Besitzern, weshalb sie postwendend ausgesetzt werden, sich in der Wildnis alleine aber nicht mehr zurechtfinden.

Unter Leitung der namibischen Tierschützerin Marlice van Vuuren findet die N/a'an ku sê Stiftung aber oft einen Weg, die Erdmännchen wieder zu auszuwildern und ihnen in der Savanne ein neues Zuhause sowie eine neue Familie zu geben – denn Erdmännchen besitzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und leben in Kolonien von vier bis neun Tieren.

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