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Draufimpfen NIG spricht sich gegen das Mischen von Impfstoffen aus

Wirkungsvollerer Schutz und höhere Sicherheit durch das Mixen von zwei Impfstoffen? Was in manchen Ländern gelebte Praxis ist, ist laut dem Nationalen Impfgremium nicht zu empfehlen.

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Impfung; Corona
Vieles rund um das Verabreichen zweier verschiedener Impfstoffe ist noch nicht geklärt © mbruxelle - stock.adobe.com
 

Mehrere Länder wenden bei der Corona-Immunisierung ein heterologes Impfschema an. Das heißt, dass die Impfstoffe gemischt werden. Deutschland beispielsweise setzt bei Menschen unter 60 Jahren bei der Zweitimpfung nach AstraZeneca auf die mRNA-Vakzine Biontech/Pfizer und Moderna, nicht zuletzt aufgrund des seltenen Auftretens von Thrombosen. Das Nationale Impfgremium (NIG) rät in seiner aktualisierten Anwendungsempfehlung davon ab, möglich ist es aber auf Wunsch sehr wohl.

Auswirkungen nicht geklärt

"Für einen vollständigen Impfschutz soll eine Impfserie mit dem Impfstoff beendet werden, mit dem sie begonnen wurde. Die Verwendung unterschiedlicher Impfstoffe bei Dosis 1 und 2 ist weder vorgesehen noch empfohlen und wäre eine off-label-Anwendung mit unsicherer Konsequenz, sowohl was Schutz als auch mögliche Nebenwirkungen betrifft", schreibt das NIG in seiner nunmehr aktualisierten Empfehlung.

Prinzipiell ist ein anderer Impfstoff für den Zweitstich aber möglich. "Wenn ein heterologes Impfschema angewandt wird, wird den verantwortlichen Ärztinnen und Ärzten empfohlen, die diesbezügliche Aufklärung inkl. dem ausdrücklichen Wunsch der zu impfenden Person explizit zu dokumentieren", schreibt das NIG.

Pfizer ist Spitzenreiter in Österreich

In Österreich wurden bis Montag insgesamt 5.132.295 Impfungen durchgeführt. Der Großteil entfiel mit 70,1 Prozent auf Biontech/Pfizer. Hier wurden bisher 2,46 Millionen Menschen geimpft, 1,13 Millionen Menschen haben schon den Zweitstich erhalten. 778.810 Menschen in Österreich wurden bisher mit dem Vektor-Vakzine von AstraZeneca immunisiert, davon haben erst 200.430 den erforderlichen Zweitstich erhalten. Dieser erfolgt erst nach drei Monaten. Im März wurden unter anderem Lehrer und Pädagogen österreichweit mit AstraZeneca erstgeimpft, bei ihnen stehen nun die Zweitimpfungen an. Insgesamt entfielen 19,1 Prozent der Immunisierungen auf AstraZeneca.

10,1 Prozent der Immunisierungen wurden mit Moderna durchgeführt. Der mRNA-Impfstoff wurde bisher 350.469 Mal verabreicht, 165.489 Menschen haben auch hier bereits die zweite Dosis erhalten. Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson, ein Vektor-Vakzine, muss nur einmal verabreicht werden. Der Janssen-Impfstoff wurde bisher in Österreich 39.203 Mal geimpft, das sind nur 0,8 Prozent der Immunisierungen.

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