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Gütesiegel und steuerliche AbsetzbarkeitWarum man genau wissen sollte, wofür man spendet

Zwei Drittel der Österreicher spenden. Um sicherzugehen, dass das Geld auch dort ankommt, wo man möchte, empfiehlt es sich, auf das Spendengütesiegel zu achten.

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Die Zahlen aus dem Spendenbericht 2019 zeigen: Zwei Drittel aller Österreicher spenden. Gerade in der Vorweihnachtszeit. Insgesamt waren es rund 700 Millionen Euro, die den verschiedensten Organisationen zur Verfügung gestellt werden. „Um sicher zu sein, dass das gespendete Geld auch dort ankommt, wo man möchte, empfiehlt es sich, auf das Spendengütesiegel zu achten“, sagt Markus Wieser, Präsident der niederösterreichischen Arbeiterkammer.

Trägt eine Organisation dieses Zeichen, kann man darauf vertrauen, dass das Geld transparent, sparsam und wirtschaftlich eingesetzt wird. Derzeit unterziehen sich rund 270 Organisationen jährlich der strengen Prüfung, um das Spendengütesiegel zu erhalten.

Spenden von der Steuer absetzen

Seit zwei Jahren sind begünstigte Organisationen verpflichtet, steuerlich absetzbare Spenden ans Finanzamt zu melden.
Dafür brauchen die Organisationen Vor- und Zuname und das Geburtsdatum des Spenders. Deshalb werden diese Daten von den Organisationen auch beim Spenden abgefragt. Nur so kann die Organisation die Spende an die Finanz melden, damit sie bei der Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt werden kann.
Macht man einen Steuerausgleich, sollte man kontrollieren, ob die Spenden gemeldet wurden. Ist das nicht der Fall, die betreffende Organisation kontaktieren.
Die Arbeitnehmerveranlagung kann man sofort erledigen: Wird eine Spende nachgemeldet, erstellt das Finanzamt automatisch einen neuen Bescheid.

Die unabhängige Prüfung ist aber mit Kosten verbunden. Manche kleinen Vereine und Organisationen können sich das nicht leisten. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass man hier keinesfalls spenden sollte. „Um die Seriosität der Organisation zu überprüfen, kann man z. B. einen Jahresbericht anfordern und sich über deren Aktivitäten und die Verwendung der Spenden ein Bild machen. Oder man kennt ohnehin das Projekt, für das man spenden möchte, und die handelnden Personen, die dahinterstehen“, so Sandra Nowak von der  Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Niederösterreich.

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