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Betrübliche Bilanz206.000 Tonnen Lebensmittel landen jährlich im Müll

Mehrheit laut aktueller Umfrage achtet auf sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln - trotzdem werden Waren im Wert von einer Milliarde Euro entsorgt.

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Sujetbild © (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Mehrheit der Österreicher achtet einer Umfrage im Auftrag des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) zufolge auf einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln. Dennoch landen in den Haushalten jährlich etwa 206.000 Tonnen im Wert von einer Milliarde Euro an teils genießbaren Lebensmitteln im Müll, hieß es in einer Aussendung des VOEB.

Bei der Umfrage wurden online 500 Österreicher im Alter von 14 bis 69 Jahren nach ihren Ansichten und Strategien zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung befragt. 80 Prozent gaben dabei an, genau auf die Lagerung zu achten. Das Ablaufdatum hat für 67 Prozent der Befragten keine Relevanz - weggeschmissen wird nur, wenn etwas wirklich schlecht ist. Dabei liegt vor allem Österreichern über 60 Jahren der achtsame Umgang mit Essen besonders am Herzen.

Die Studie zeigte aber deutliche Unterschiede zwischen Jung und Alt, vor allem in Bezug auf Einkaufsverhalten und Kochgewohnheiten: Während ältere Befragte das Haus ohne Einkaufszettel nicht verlassen, in der Regel eine Kühltasche mitnehmen und beim Einkaufen sehr genau auf das Ablaufdatum schauen, gehen jüngere Befragte unter 30 offensichtlich weniger achtsam mit Lebensmitteln um.

Wenn aber einmal doch etwas weggeworfen werden muss, "dann bitte richtig - und die Biotonne nützen", appellierte VOEB-Präsident Hans Roth. Biogener Abfall sei eine wesentliche Ressource und bringe sowohl ökologischen wie auch wirtschaftlichen Nutzen. "So kann daraus wertvoller Dünger hergestellt und mit der gezielten Trennung von Bio- und Restmüll jährlich rund 25 Millionen Euro für die Bürger eingespart werden", sagte Roth.

Kommentare (1)

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selbstdenker70
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Wer ist schuld? Eindeutig der Handel. Um kg Preise besser zu verstecken werden 3+1, 3+2 usw usw angeboten. 10 Semmeln kosten oft weniger als 3 Semmeln vom Bäcker. Dafür kannst du sie nur 3 Stunden brauchen weil sie danach wie Kaugummi sind. Verpackte Wurst schmeckt am nächsten Tag nach Plastik. Diese Liste könnte man endlos vortsetzen...ABER, das größte Problem ist, wenn Menschen hungrig einkaufen gehen. Da wird für 3 Tage eingekauft, obwohl man nur eine Jause macht.

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