Was die Politik oft nicht schafft, nämlich das Fremde und Andere nicht nur als Bedrohung zu sehen, sondern auch als Bereicherung, das gelingt in der Kunst, diesfalls in der Musik. Vor 30 Jahren bereits gründete Markus Schirmer, dem Scheuklappen jeder Art fremd sind, gemeinsam mit dem kurdischen Musiker und Oud-Virtuosen Risgar Koshnaw die kunterbunte, vor Lebens- und Spielfreude überschäumende Formation Scurdia, die Musikstile und Kulturen mühelos verbindet. Zum Abschluss des diesjährigen „Arsonore“-Festivals gab es Sonntagabend in der Grazer Oper eine vibrierende „World Party“ mit Scurdia, die das Haus zum Beben brachte. Elf Musikerinnen und Musiker aus sieben Nationen haben bewiesen, dass das Festivalmotto „Grenzenlos“ nicht nur ein Wort ist, sondern Haltung und Gesinnung. „Alles fließt, wenn man es fließen lässt“, wird Markus Schirmer am Ende dieses fantastischen Abends sagen.