Medien-KolumneDer Anfang von Nehammer, das Ende der Message Control

Zur Message Control im Stile von Kurz fehlt dem neuen Kanzler die digitale Macht einer eigenen Social-Media-Parallelwelt.

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Message Control. Schon die Übersetzung „Botschaftskontrolle“ nimmt dem Begriff das geradezu Diabolische, wofür die ursprünglich überraschend professionelle Kommunikation der Regierungen Kurz herhalten musste. Doch es war bloß der Versuch, Marketing-Standards in Politik zu übersetzen. Das hinkt grundsätzlich wegen der unvergleichbaren Aufgabenstellung: Öffentlicher Widerspruch ist für die Demokratie buchstäblich ein Markenkern, wie es die Wirtschaftsmenschen nennen würden.  

Kommentare (3)
GanzObjektivGesehen
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„Message Control“, ein völlig normaler Vorgang, wurde genau so……

….in ein negatives Licht gerückt wie das Wort „Familie“ . Zu unrecht….

peso
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Wann hören die Medien endlich auf, einen völlig normalen Vorgang als Untat zu bezeichnen

ALLE Firmen dieser Welt - auch die Medien meine Damen und Herren Journalisten - haben eine Message Control. In keiner Firma wird ein Angestellter etwas nach außen tragen und schon gar nicht der Konkurrenz zur Verfügung stellen, wenn der Chef dafür nicht die Zustimmung (und die kann auf mehreren Wegen/Arten erfolgen) erteilt hat. Im normalen Leben wird man dafür gekündigt oder zumindest verwarnt.

Pragmatikus
3
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Mittlerweile

haben wir es mit "Message out of Control" zu tun, wenn man sich z.B. die Corona- Diskussionen ansieht, das hat nix mit Nehammer zu tun