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Im ORF Die Marke "Wir spielen für Österreich" bleibt auch nach den Öffnungen bestehen

Der Vorhang bleibt oben: Trotz Kultur-Öffnung ab 19. Mai hält der ORF an seiner Initiative „Wir spielen für Österreich“ mit Oper, Konzert und Theater fest. Ein Ausblick auf die nächsten TV-Übertragungen.

Wir spielen fuer Oesterreich
Das Landestheater Linz ist am 30. April bei „Wir spielen für Österreich“ an der Reihe: Szene aus "Lumpazivagabundus“ © ORF
 

Vor einem Jahr, mitten im ersten Lockdown, rief der ORF gemeinsam mit Kulturinstitutionen das Motto „Wir spielen für Österreich“ aus. Heuer wurde die Opern-, Musical- und Konzertreihe um eine (vorerst) zwölfteilige Theater-Edition erweitert: Diesen Freitag strahlt ORF III im Rahmen dieser Kooperation Nestroys Zauberposse „Der böse Geist Lumpazivagabundus“ aus dem Landestheater Linz in einer Inszenierung von Georg Schmiedleitner aus (22.35 Uhr). Bei den Quoten liegt die Klassik vor dem Sprechtheater, das am meisten Seher mit „Das Abschiedsdinner“ aus dem Stadtheater Berndorf (26. März) und „Der Vorname“ aus den Wiener Kammerspielen (9. April) erreichte – durchschnittlich 87.000 bzw. 90.000 Zuschauer.

Die reichweitenstärksten Übertragungen bisher: Der Auftakt am 19. April 2020 – ein Live-Opernabend aus dem RadioKulturhaus mit Stars wie Anna Netrebko und Jonas Kaufmann– lockte im Schnitt 216.000 Zuschauer an; die Silvester-Fledermaus aus der Staatsoper 208.000. „La Traviata” (7. März 2021), ebenfalls aus der Staatsoper, hatte im Schnitt 197.000 Seher. Auf durchschnittlich 162.000 Zuseher kam das Musical-TV-Konzert der Vereinigten Bühnen Wien aus dem Wiener Ronacher am 11. April (u. a. mit Lukas Perman, Mark Seibert und Maya Hakvoort).

Dass es nach mehr als 30 gesendeten Produktionen (Musik und Theater) weitergeht, liegt nicht allein an der Kooperation von ORF III und den Bühnen Graz: Bis 2023 sind jährlich eine Produktion aus Oper und Schauspielhaus Graz, ein Open-Air-Event (Kasematten) sowie bis zu 20 Kabarett- und Kleinkunstprogramme aus dem Orpheum vereinbart.

Die Öffnungsschritte in der zweiten Mai-Hälfte haben ohnehin keinen Einfluss: So kommt nach „Faust“ aus der Staatsoper (9. Mai) etwa das Pfingstkonzert aus Stift Melk (23. Mai) und „Automatenbüfett“ aus dem Akademietheater (4. Juni) auf den Bildschirm. „Wir machen weiterhin neue, frische Ware für unser Publikum und pflegen die Marke weiter“, erklärt ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber. Man habe sich von Anfang an bewusst gegen das Abspielen von Konserven entschieden.
Passend zum einjährigen Jubiläum wurde die ORF-III-Reihe in der Kategorie "Bestes Lockdown-Format/Umsetzung" heuer für eine Romy nominiert.

 Juan Diego Flórez
Am 9. Mai in ORF III: Juan Diego Flórez in Charles Gounods Komposition zu Goethes „Faust“ Foto © ORF

Ein Überblick der kommenden Wochen:
Zum vorläufigen Finale der Theaterreihe begibt sich „Wir spielen für Österreich“ am 4. Juni ins Akademietheater und zeigt Anna Gmeyners wiederentdecktes Stück „Automatenbüfett“ (23 Uhr) aus dem Jahr 1932 in einer Inszenierung von Barbara Frey. In den Hauptrollen sind die Publikumslieblinge Maria Happel und Michael Maertens zu erleben.
Nach der TV-Premiere von Gounods „Faust“ am 9. Mai (20.15 Uhr) mit Juan Diego Flórez in der Titelrolle des Doktor Faust steht in der Woche darauf, am 16. Mai, ein weiteres philharmonisches Konzert aus dem Musikverein auf dem Programm. Franz Welser-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker (20.15 Uhr). Am Pfingstsonntag (23. Mai) läuft das „Pfingstkonzert aus Stift Melk mit Michael Schade“ (20.15 Uhr).

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