In seiner ersten Saison hat Florian Eisner auf Geschichten von schillernden Figuren – von Don Quijote bis zu Florence Foster Jenkins („Glorious“) – gesetzt und konnte damit mehr als 16.500 Besucherinnen und Besucher nach Spittal locken. Heuer will Eisner mit fünf Eigenproduktionen „das Zusammenwirken des gesamten Ensembles“ in den Mittelpunkt stellen. Zugleich feiert das Theater ein rundes Jubiläum: In Spittal geht man in die 65. Spielzeit. Die Eröffnung am 3. Juli ist daher auch eine Reverenz an den Porcia-Gründer Herbert Wochinz. George Feydeaus Komödie „Der Gefoppte“, die bereits 1961 in einer Bearbeitung von Wochinz und H. C. Artmann auf dem Spielplan stand, kehrt nun zurück. Eisner inszeniert die Geschichte zweier Ehemänner auf Abwegen selbst. Dass dabei „die Figuren an der Wirklichkeit der Liebe (ver-)zweifeln“, fügt sich in das Spielzeit-Motto, entlehnt einem Buchtitel von Paul Watzlawick: „Wie ist das eigentlich mit der Wirklichkeit?“