Blutig im Gesicht schreitet Senta langsam mit einem großen Bild des Holländers in den Armen aus der Kulisse heraus. Als die Ouvertüre einsetzt, beginnt im Hintergrund das Meer zu toben, riesige Wellen brechen gegen das Ufer, am verdunkelten Himmel blitzt es. Ein Tanzensemble schwingt weiße Schleier, offenbar die Wellen symbolisierend, wild herum. Doch so spektakulär der szenische Beginn von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ am Teatro Verdi in Triest ist – die Oper hat auch sonst optisch beeindruckende Bilder zu bieten –, so schnell verflacht die Inszenierung von Hennig Brockhaus (gemeinsam mit Ciancarlo Colis auch für die Ausstattung mit stilisierten Kostümen verantwortlich). Wie schon zu Beginn setzt der Regisseur hauptsächlich auf Projektionen, darunter mit Großaufnahmen vom Holländer und Senta.