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Oscars 2021 Acht Nominierte in der Königsklasse

Als Höhepunkt jeder Oscar-Gala wird der Sieger in der Kategorie bester Film verkündet - die nominierten Filme und ihre Chancen.

Mank

David Finchers Schwarz-Weiß-Hommage "Mank" ans alte Hollywood und den Drehbuchstreit rund um "Citizen Kane" geht offiziell als Favorit mit zehn Nominierungen ins Rennen. Tatsächlich räumte das Netflix-Drama zuletzt kaum Preise ab, am öftesten noch für bestes Szenenbild. Realistisch stehen die Chancen also nicht besonders. Andererseits handelt es sich um eine Liebeserklärung ans alte Hollywood - so etwas liebt die Academy auch.

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Mank

Gary Oldman als Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz ist dennoch nicht zu unterschätzen, auch Amandy Seyfried ist für die beste Nebendarstellerin nominiert. Mehr zu "Mank" lesen Sie hier!

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Nomadland

Die heimliche Favoritin dieser Oscar-Gala ist Chloe Zhao mit ihrem Roadtrip "Nomadland" - der in Wahrheit bei jeder Gelegenheit seit seiner Uraufführung bei den Filmfestspielen in Venedig in großem Stil reüssierte. Siegeschancen: hoch! Auch wenn die weichgezeichnete Darstellung der Arbeitsbedingungen in Amazon-Fabriken mitten im Nirgendwo zuletzt verstärkt zu Kritik führte. Eine Oscar-Wahrheit besagt nämlich auch: Je länger, zeitlich betrachtet, ein Film Favorit ist, desto weniger Chancen hat er am Ende.

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Nomadland

Sechs Oscar-Chancen haben Regisseurin Chloe Zhao und ihre Hauptdarstellerin Frances McDormand, die beide auch als Produzentinnen gelistet sind. Die große Frage aber lautet: Wird Zhao die erste zweite Filmemacherin in der Oscar-Historie sein, die sich mit einem Regie-Oscar vergoldet? Verdient hätte sie es für diesen Abgesang auf Amerika.

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Minari

Ein Geheimtipp in der Nominiertenliste ist  
Lee Isaac Chungs authentisches, teils autobiografisches, fein gezeichnetes und versöhnliches Familiendrama "Minari", das bei den Golden Globes fälschlicherweise als bestes nicht-englischsprachiges Drama nominiert gewesen war. Es ist der Film, der die logische Konsequenz zum Vorjahressieger "Parasite" wäre und ein Zeichen zur weiteren längst überfälligen konsequenten Öffnung zu Mehrsprachigkeit, Diversität und Weltkino. Außerdem ist es der Film, der der beendeten Ära Trump am besten kontert.

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Minari

Besonders schön an den sechs Nominierungen ist, dass - anders etwa als beim Vorjahressieger "Parasite" - dieses Mal auch zwei für die beste männliche Hauptrolle (Steven Yeun) sowie die beste weibliche Nebenrolle (Han Ye-ri) zwei asiatischen Darstellenden drinnen war. Längst überfällig. Und: Han Ye-ri, in Korea seit Jahrzehnten ein Star, hat vielleicht die besten Chancen in dieser Kategorie.

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The Trial of the Chicago 7

Aaron Sorkins Netflix-Drama "The Trial of the Chicago 7" basiert auf einem realen Prozess, der nach außer Kontrolle geratenen Demos gegen den Vietnamkrieg gegen sieben junge Männer 1968 angestrengt wurde. Ein dunkles Kapitel amerikanischer Geschichte ausleuchten - eigentlich genau das, was die Academy gerne auszeichnet. Und es geht um Bürgerrechte und politische Korruption. Unterschätzen darf man diesen Film vor der aktuellen Debatte nicht.

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The Trial of the Chicago 7

Auch Sacha Baron Cohen ist in einer seiner wenigen ernsten Rollen für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.

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Sound of Metal

Dieser Debütfilm von Darius Marder, von Amazon abgekauft, ist der kleinste und intimste Streifen dieser Favoritenrunde und eigentlich für großes Soundkino auf der großen Leinwand prädestiniert. Der Film skizziert die Geschichte eines Drummers, der plötzlich sein Gehör verliert und dem dadurch der Boden unter den Füßen entzogen wird - für die großen Preise wird es wohl nicht reichen.

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Sound of Metal

Doch Riz Ahmed empfiehlt sich mit seinem eindringlichen Spiel durchaus für einen Preis. Er wäre der erste muslimische Oscar-Hauptdarsteller für den Schauspieler, Musiker und MC mit dem Künstlernamen Riz MC .

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The Father

Das Alzheimerdrama von Florian Zeller legte zuletzt einen Oscar-Sprint hin. Konventionalles Thema, unkonventionell arrangiert, stiftet der britische Kinofilm zunächst einmal Verwirrung in puncto Setting, Figuren und Wohnort. Das alles ist durchaus Intention. Denn so wird die Perspektive des demenzkranken Protagonisten intensiv ausgeleuchtet. Relevantes Thema, fantastisch inszeniert. Nicht unbedingt die schlechtesten Chancen.

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The Father

Wenn zwei OscarpreisträgerInnen wie Anthony Hopkins und Olivia Colman in einem Ensemble vereint sind, mündet das in großem Kino. Und  Hopkins - für die beste Hauptrolle nominiert - brilliert, wie man ihn noch nie gesehen hat: losgelöst von jeder Kontrolle.

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Judas and the Black Messiah

Shaka Kings wuchtiges Biopic wäre nach der #BlackLivesMatter-Bewegung im vergangenen Jahr der vielleicht logischste Gewinnerfilm in diesem Oscar-Jahrgang: Erzählt wird die Biografie des afroamerikanischen "Black Panther"-Aktivisten Fred Hampton und des Kleinkriminellen William O'Neal. Ins Rennen gerutscht ist "Judas and The Black Messiah" durch die coronabedingte Verlängerung der Einreichungen.

Judas and the Black Messiah

Gleich zwei Darstellende - Daniel Kaluuya und Lakeith Stanfield - sind in der Kategorie bester männlicher Hauptdarsteller nominiert. Kaluuya (eigentlich Hauptdarsteller darin) konnte diesen Preis wie bei Bafta oder Globes bereits mehrfach einheimsen.

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Promising Young Woman

Der zweite, oscarnominierte Debütfilm: Emerald Fennells #MeToo-Rachedrama "Promising Young Woman" darf sich in fünf Kategorien Chancen ausrechnen. 2020 beim Sundance uraufgeführt, stehen die Chancen in der Kategorie bester Film angesichts der Konkurrenz nicht am besten.

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Promising Young Woman

Drehbuch, Regie oder Hauptdarstellerin würden sich anbieten. Die wandelbare Carey Mulligan ist bislang preistechnisch noch viel zu ungekrönt. Sind Sie fit für die Oscars - hier geht's zum Quiz!

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