Auf die erstaunte Frage, warum Terrence Malick denn eigentlich nicht anwesend sei, folgte in der Cannes-Pressekonferenz kurzes Gelächter. Der US-Filmemacher ist für die Öffentlichkeit schließlich immer ein Unsichtbarer. Erwartungsgemäß blieb er auf den Filmfestspielen nicht nur der umjubelten Weltpremiere seines lange erwarteten Werks „A Hidden Life“ fern – seinem ersten Film im Wettbewerb, seit er 2011 für „The Tree of Life“ die Goldene Palme gewann. Auch in der Pressekonferenz schickte er sein Hauptdarstellerpaar ins Rampenlicht: den deutschen Schauspieler August Diehl und die Österreicherin Valerie Pachner. Sie gehören zu dem Ensemble, das zu großen Teilen aus deutschsprachigen Darstellern besteht, obwohl doch überwiegend auf Englisch gedreht wurde: Tobias Moretti, Alexander Fehling und Franz Rogowski sind dabei – und Bruno Ganz in einer seiner letzten kleinen Rollen.
Filmfestival Cannes
Eine stille Entscheidung mit Widerhall im Hier und Jetzt
Ein wuchtiges Meisterwerk: In „A Hidden Life“ erzählt Regie-Großmeister Terrence Malick die Lebensgeschichte des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter.
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