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Beethoven-EmpfehlungenBeethoven-Aufnahmen für die einsame Insel

Eine sehr subjektive Auswahl der besten Beethoven-Aufnahmen aus 100 Jahren Schallplattengeschichte.

Wunder am Dirigentenpult: Carlos Kleiber © Imago/Michel Neumeister
 

Die Symphonien Nr. 5 und 7

Es kann nur einen geben: Carlos Kleiber (1930 – 2004). Ein Dirigent, den man oft schon nach wenigen Takten erkennt. Niemand wie er hat so explosiv musiziert und war zugleich ein solcher Klangpoet. Niemand hat Intuition und Strategie, Augenblick und Architektur so miteinander versöhnt wie dieser Mann. Das Wunder Kleiber ist leider in ein paar wenigen Beethoven-Aufnahmen verewigt: Der extrem wählerische Maestro hat nur die Symphonien Nr. 4, 5, 6 und 7 sowie die „Coriolan“-Ouvertüre aufgenommen (bzw. live mitschneiden lassen). Die prominentesten Beispiele von Kleibers eminenten Beethoven-Künsten sind die Fünfte und die Siebente mit den Wiener Philharmonikern. Die „Schicksalssymphonie“ erklingt aus einem Guss, mit enormer Innenspannung und bewahrt sich bei aller Dramatik einen menschlich-melancholischen Zug. Ebenso mitreißend gelingt dem Dirigenten die Symphonie Nr. 7, in der alles säuselt, tanzt, bebt bis sich die Zimmerdecke abhebt.

Symphonien 5 & 7. Carlos Kleiber. Wiener Philharmoniker. DG

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