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Klagenfurter RedeDie Verwebung von Text und Welt

Literaturkritiker Hubert Winkels eröffnete am Mittwochabend mit einer medienkritischen Rede das Wettlesen um den Bachmann-Preis. Ein Auszug.

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Hubert Winkels, von 2010 bis 2020 Juror beim Wettlesen, hielt die „Klagenfurter Rede“ © APA/GERT EGGENBERGER
 

Die Berührung mit dem anderen, mit der fremd gewordenen Textur der Welt, die durch die Kunst hindurch möglich wird, im Glücksfall infektiös für den Betrachter und deshalb im Feuilleton exemplarisch erlebbar in der Arbeit des Kritikers, ist im klassischen Informationsverarbeitungsprozess der Zeitung und des Hörfunks nicht mehr gefragt, sondern beargwöhnt; vom Fernsehen ganz zu schweigen, wo die Separierung der Kunst von der kulturell interessierten Öffentlichkeit ungleich weiter fortgeschritten ist. In diesem Zusammenhang eine Vignette, konkret das Thema Literaturkritik betreffend: Die einzige an ein größeres Publikum gerichtete deutsche Fernsehsendung, die ausschließlich Diskussionen über neue Bücher zeigt, verzichtet programmatisch vollständig auf Literaturkritiker.

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