Volkstheater-KritikDiese "Drei Schwestern" sind gefangen in der Zeitschleife

Bildgewaltiges Gastspiel der Münchner Kammerspiele am Wiener Volkstheater: Susanne Kennedy führt Tschechows "Drei Schwestern" als Avatare in die Zeitschleife.

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Anfangsszene aus Anton Tschechows "Drei Schwestern" im Volkstheater. ©  Nikolaus Ostermann / Volkstheater
 

Stumm die Schwestern im Reifrock, die Arme rhythmisch kreisend, das Gesicht hinter einer schwarzen Maske verborgen. Sie stehen in einem Guckkasten in einigen Metern Höhe über dem Bühnenboden, tauchen auf, verschwinden. Im nächsten Bild, das Sekunden später aus der Dunkelheit auftaucht, sitzen sie mit drei anonymen Herren an einem Tisch, unterhalten sich stumm, synchronisiert durch Voiceover mit absurden Dialogen, mit redundanten Sätzen in englischer und deutscher Sprache. Ein Foto mit dem iPad hält das Geschehen fest, bewahrt es, bewahrt es für eine Zeit, die nie kommt.

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