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Florestan-InitiativeKulturschaffende reichten Verfassungsklage ein

Der Plan von Kulturschaffenden, eine Verfassugnsklage gegen den Lockdown einzubringen, gab es schon zu Beginn des Lockdowns im November. Nun, am 130. Tag des Kultur-Lockdowns, haben Künstlerinnen und Künstler wie Nina Proll und Alfred Dorfer die Klage eingereicht. Und in einer Videokonferenz mit der Staatssekretärin forderten die Kulturreferenten unterdessen Perspektiven ein.

Videointerview Pelinka - Proll
Nina Proll und neun andere reichten Klage ein. © GUENTER R. ARTINGER
 

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) soll klären, ob der anhaltende Kultur-Lockdown im Widerspruch zur garantierten Freiheit der Kunst und tatsächlich ein gelindes und verhältnismäßiges Mittel zum Schutz vor dem Coronavirus darstellt. Eine entsprechende Verfassungsklage der "Florestan-Initiative", die von Pianist und Intendant Florian Krumpöck im November 2020 mitinitiiert wurde, wurde nun in Form von Individualanträgen eingereicht.

Unter den zehn Individualantragstellern finden sich laut einer Aussendung unter anderen die Schauspielerin Nina Proll, die Sängerin Angelika Kirchschlager, der Kabarettist Alfred Dorfer oder die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. "Mittlerweile untermauern eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien die Wirksamkeit der Präventionskonzepte von Kultureinrichtungen und legen damit eine Öffnung nahe", heißt es dazu. Auch praktische Beispiele wie aus dem seit Monaten geöffneten Teatro Real Madrid würden aufzeigen, "dass ein ernstzunehmender gesundheitspolitischer Umgang sich mit Öffnungsszenarien für die Kultur durchaus vereinbaren lässt".

Kulturreferenten fordern Perspektiven

Die Kulturreferenten der Länder haben am in einer Videokonferenz mit Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) klare Perspektiven gefordert: "Es wird kein klares Datum für Öffnungen erwartet, aber wir müssen verlässliche Zukunftsperspektiven schaffen und dafür Parameter festlegen, unter welchen Bedingungen Kunst- und Kulturschaffende wieder aktiv werden können", sagte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) in einer Aussendung.

Inzidenzzahlen alleine würden zu wenig sein, meinte der Kärntner Kulturreferent weiter. In einem Öffnungskonzept müsste laut seinen Vorstellungen etwa die Impfrate berücksichtigt werden. Außerdem sollten die Selbsttests für Zuhause als Zugangstests anerkannt werden. Und die Kultur solle in Bezug auf Öffnungsschritte an die Gastronomie gekoppelt sein. Als weiteren Parameter für eine nachhaltige Öffnung nannte Kaiser Grenzwerte, etwa "eine Inzidenz unter 200 als Lizenz zum erweiterten Öffnen".

Von den Kulturreferenten begrüßt wurde das neue Unterstützungspaket des Bundes für Kulturschaffende in Höhe von 20 Millionen Euro.

Kommentare (5)
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zweigerl
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Narzisstische Kränkung

Ein Künstler hat behauptet, dass im Grunde genommen alle Menschen Künstler sind. Eine typisch künstlerisch überzogene These, die jedoch darin wahr ist, dass sich jeder Mensch ausdrücken möchte und darauf erpicht ist, Aufmerksamkeit zu bekommen. Das beginnt schon in der analen Kindheitsphase. Auf diesen Aspekt der narzisstischen Kränkung der professionellen Anerkennungsvirtuosen muss hingewiesen werden, wenn immer wieder diese KUnst=Lebensmittel-Gleichung strapaziert wird. Lebensmittel ja, aber hauptsächlich für den Künstler selbst.

merch
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...

Jedem anderen Bürger würde man sagen: "Gehts was arbeiten!" Beim AMS heißt es auch "zumutbare Arbeit muss angenommen werden"...
Dass immer andere für das eigene Leben verantwortlich gemacht werden, finde ich nicht gut.

LuisGolf
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Die...

Nina Proll(etin) macht sich wieder einmal wichtig !

Kariernst
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Einfach wunderbar

Sehr gut meine vollständige Unterstützung und viel Erfolg

Lodengrün
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Nina Proll

und Kultur ist eine starke Ansage.