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Klopeiner SeeEhemaliger "Bierbaron" investiert kräftig am See

Der ehemalige Gastronom und nunmehrige Unternehmer Martin Merlitsch plant auf den Hofer-Gründen in Unterburg eine Luxus-Appartement-Anlage. Sein Strandbad "Merlrose" am Nordufer des Klopeiner Sees ist bereits zu 90 Prozent fertig.

Merlitsch
So sollen die "Merlago"-Appartements nach ihrer Fertigstellung aussehen © MPB
 

Am Klopeiner See herrscht seit einigen Jahren eine wahre Goldgräberstimmung. Besonders am Ostufer, rund um Unterburg, wird derzeit fleißig entwickelt und gebaut. Unternehmer Stefan Krainz hat erst vor wenigen Wochen mit dem Bau des dritten Kärntner Badehauses im Strandbad Krainz begonnen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entsteht im ehemaligen Hotel Krainz das "Lake Side Ressort", eine Ferienappartement-Anlage mit 41 Wohnungen. Ebenfalls am Ostufer, konkret am Römerweg, will Markus Karner bis Ende 2022 17 Eigentumswohnungen errichten. Der Baustart ist bereits erfolgt.

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libadani
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Gewinne gehen an Investor, Kosten tragen Natur und Allgemeinheit

Am Klopeiner See wird gebaut was das Zeug hält. Den letzten Wiesen und Äckern geht es an den Kragen, um Zweitwohnsitze und Anlegerwohnungen zu errichten. Was man hier beobachten kann, ist die Tieflagen-Spielart der vieldiskutierten Chalet-Dörfer auf den Almen. Die geplanten Appartements decken zwar keine Wohnbedürfnisse, aber das scheint egal, das viele Geld von Investoren muss ja irgendwo luktrativ geparkt werden. Bemerkenswert ist, dass Investor Merlitsch offen zugibt, dass es ihm nur ums Geschäft geht. Die Gewinne teilen sich Grundverkäufer und Investor, die Kosten für Zubetonieren trägt die Allgemeinheit - Stichwort kalte Betten. Dass für solche Projekte fruchtbare landwirtschaftliche Fläche vernichtet wird, scheint egal. Wir haben ja schließlich den Titel als Weltmeister bei der Bodenversiegelung zu verteidigen. Erschreckend daran ist zudem, dass die dazugehörigen exklusiven Privat-Badeplätze auf gerade erst verkauftem Grund der Gemeinde St. Kanzian entstehen. Die Gemeindepolitiker müssen endlich aufhören, mit ständig neuen Umwidmungen dem Zubetonieren von Wiesen und Äcker Tür und Tor zu öffnen. Es ist höchst an der Zeit, die letzten Refugien um den See für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns Menschen, zu erhalten. Wir werden sie nicht zuletzt angesichts des Klimawandels noch bitter benötigen.

dude
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Das Irre in diesem Fall ist ja,

... dass dieser Herr Investor auch wörtlich zugibt und zitiert wird: "Ich bin auch nur da, um mein Geschäft zu machen und die Nachfrage ist groß."
Er sagt, dass er ein gutes Geschäft macht - zulasten der Allgemeinheit, zulasten der Natur und nicht zuletzt zulasten des Tourismus - und die Politik läßt ihn gewähren!
Manche Investoren gaukeln ja noch vor, dass ach so viel sie für den Tourismus machen, den Wohlstand in ländliche Regionen bringen, aus einer "verwahrlosten G'stett'n" ein wunderschönes Projekt entwickeln und so weiter...
Aber dieser Herr bringt es auf den Punkt!

Guccighost
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unsere Politiker

sind einfach unfähig durch die Bank

HeWa66
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Bravo

versiegelt die nächste Fläche mit Appartements direkt am See, super.
Chaletdorf auf der Hochrindl, Chaletdorf auf dem Nassfeld, Chaletdorf auf dem Klippitztörl, Appartementanlage am Presseggersee und Heute das selbe am Klopeinersee.
Man könnte seinen Kommentar jede Woche aufs Neue in solche Beiträge kopieren, immer wieder der gleiche Schwachsinn.
Keiner will das, doch die Herrn Investoren wollen Ihr Geld damit vervielfachen.
Die Natur, unsere nächsten Generationen und auch der Einheimische, darf es ausbaden.
Dank unserer Politik wird das nach wie vor ermöglicht und auch umgesetzt.
Eine Schande was da passiert

heku49
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Mir geht es gleich....ich bin entsetzt über soviel Verantungswortungslosigkeit

....gegenüber kommenden Generationen....
....und die Gemeinden stellen für die großteils Zweitwohnsitze alle Ressourcen zur Verfügung....

HeWa66
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und

wir, das gemeine Volk, hat das Nachsehen.
Wir dürfen für die Kosten aufkommen. Dem Zweitwohnsitzbesitzer ist das definitiv egal, für den ist es nur eine Geldabsicherung.
Kanalisationskosten, Schneeräumung, und und und, diese Kosten bleiben in der Gemeinde.
Das zahlen wir mit.
Der Bauherr - Investor, soll diese Kosten auch in Zukunft voll und ganz alleine tragen. Er kann es sich ja von den Käufern im vorhinein holen.
Es darf nichts von der Gemeinde übernommen werden, keine Straße, kein Kanal, keine Müllentsorgung!!! Das soll schön alles der Zweitwohnsitzbesitzer selber managen.
Dann hat er doppelt verdient. kann mit den Mehreinnahmen gleich weitere Flächen mit solch schwachsinnigen Projekten verbauen und wirklich nachhaltig die Natur zerstören.
Das Kopfschütteln ist mir schon lange zu anstrengend, ich kotz mich nur noch an.

mtttt
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Aus der 70-er

Jahre Architektur direkt in neue sterile Blöcke. Architektonisch typischer Klopeinersee Misch Masch, der dem See ein billiges Flair verleiht.