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Laut Moskau"Sputnik V"-Impfstoff soll 92-prozentige Wirksamkeit haben

Wir haben einen sehr wirksamen Impfstoff", sagte Kirill Dmitriev, Leiter des Staatsfonds, der die Forschung finanziert. Heute meldete Russland mit 432 Virus-Toten an einem Tag einen neuen Höchstwert.

Russlands Präsident Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin © (c) AP (Alexei Nikolsky)
 

Nur zwei Tage nach der Impfstoff-Erfolgsmeldung der Pharmafirmen BioNTech und Pfizer hat Russland Daten für seinen Impfstoff "Sputnik V" vorgelegt. Dieser zeige eine 92-prozentige Wirksamkeit beim Schutz vor Covid-19, teilte der russische Staatsfonds RDIF am Mittwoch unter Berufung auf Zwischenergebnisse einer Studie mit. "Wir haben einen sehr wirksamen Impfstoff", sagte Kirill Dmitriev, Leiter des Staatsfonds, der die Forschung finanziert.

Russland hatte mit "Sputnik V" bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen und damit die Kritik von Experten auf sich gezogen, da dieser erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet worden war. BioNTech und Pfizer verkündeten am Montag als weltweit erste Unternehmen positive Ergebnisse aus einer entscheidenden Studie mit einem Corona-Impfstoff. Demnach bot ihre Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Weltweit hatte diese Nachricht für Euphorie gesorgt und ein Kursfeuerwerk an den Börsen ausgelöst.

Referenz an Satelliten

Der Name des Impfstoffs ist eine Referenz an den ersten Satelliten im Weltraum. Die damalige Sowjetunion hatte damit ihren Vorsprung vor den USA im Wettlauf um die Vorherrschaft im All demonstriert.

Russland veröffentlichte nun Zwischenergebnisse einer großen Studie, die im September startete, die laut RDIF auf den Daten von 16.000 Teilnehmern basieren, die zwei Dosen des Impfstoffs erhielten. Die Zwischenanalyse erfolgte, nachdem 20 Teilnehmer der Studie Covid-19 entwickelt hatten. Das ist deutlich weniger als die bestätigten 94 Covid-19 Fälle, auf denen die Zwischenergebnisse von BioNTech und Pfizer beruhten. Um die Wirksamkeitsrate zu bestätigen, soll die Studie der beiden Pharmaunternehmen fortgesetzt werden, bis es insgesamt 164 Covid-19-Fälle unter den rund 44.000 Teilnehmern gibt.

Die Studie mit dem russischen Impfstoff, der vom staatlichen Gamaleja-Institut in Moskau entwickelt wurde, soll insgesamt rund 40.000 Teilnehmer umfassen. Bisher wurden laut RDIF keine ernsten Nebenwirkungen festgestellt. Vor dem Start der Studie hat Russland bereits 10.000 Menschen aus Hochrisikogruppen mit "Sputnik V" geimpft. Präsident Wladimir Putin hatte gesagt, er rechne damit, bis Jahresende mit Massenimpfungen starten zu können.

Am Mittwoch meldete Russland mit 432 Virus-Toten an einem Tag einen neuen Höchstwert.


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Kommentare (6)
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frogschi
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1
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Sehe ich das falsch?

bei 90% Wirksamkeit vom US/D Impfstoff sind 10% der Bevölkerung vom CovidTod bedroht und beim 92% igen sind es 8%
Das macht bei 8Mio Einwohnern eine Anzahl von 800.000 bzw 640.000. Inwiefern besteht hier ein Unterschied zu Kochsalzlösung?
Bitte um Aufklärung meines Denkfehlers.

tannenbaum
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Hätte

mich gewundert, wenn der Sputnik Impfstoff nicht um zwei Prozent wirkungsvoller wäre als der Europäische. Impfen würd ich mich trotzdem nicht lassen damit.

CuiBono
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Sputnik V

wurde ganz stolz von Putin persönlich vor Monaten angekündigt. Sein Töchterchen - so sagte er - hätte sich bereits schutzimpfen lassen. Wie erfolgreich ist wohl eine andere Frage.

Fakt ist, die Kranken- und Todeszahlen in der RF und befreundeten Ländern explodieren. Die Gesundheitssysteme sind längst überfordert. Mittlerweile kommt in Moskau ein Arzt auf über 400 Patienten. Schutzkleidung u Masken sind Mangelware.

Facit:
in der RF wird von der politischen Führung auch nicht weniger gelogen als unter den Kommunisten in der SU.
Was will man auch erwarten von einem mit KGB-Muttermilch aufgezogenen Präsidenten.
Jedinaja Rossia / Einiges Russland - hurraaaaaaaaa.
Jo eh.

DieGrazerFamilie
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Wer bietet mehr?

Ich kann nicht glauben, dass dieser russische Wirkstoff wirklich so wirksam ist, wie es in von den Medien breitgetreten wird.
Viel wahrscheinlicher ist, dass die russischen Konzerne bloß abkassieren wollen, für Corna-Impfstoffe, für die es noch überhaupt keine wissenschaftlich fundierten und wünschenswerterweise guten Ergebnisse von Langzeit-Tests geben kann. Wurde dieser Wirkstoff bereits international überprüft? Wo werden diese Ergebnisse veröffentlicht? Welche Nebenwirkungen gibt es denn tatsächlich?
Es scheint fast so, als schmiere der russische Bär den Leuten eifrig Honig ums Maul, um von Anfang an am unglaublichen Milliardengeschäft dabei zu sein. Denn jeder wird bereit sein alles zu bezahlen um wieder gesund zu werden, spätestens dann, wenn es einen selbst schwer erwischt.

bitteichweisswas
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@GrazerFamilie

Und das behaupte ich auch vom Ami-Impfstoff.

gb355
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na ja..

wer weiß, wie lange die Russen schon forschen und probieren.
Unterschätzt sie nicht!