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Recyclingbranche kollabiertTextilindustrie muss Verantwortung für Billigmode übernehmen

"Das bisher kostenfreie hochwertige System des Alttextilrecyclings steht vor dem Kollaps", meint Experte Martin Wittmann.

THEMENBILD: HANDEL / BEKLEIDUNG / MODE / TEXTIL
© (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Vertreter der Recyclingbranche fordern angesichts einer zunehmenden Wegwerfmentalität die Textilbranche dazu auf, mehr Verantwortung für ihre Produkte zu übernehmen. "Das bisher kostenfreie hochwertige System des Alttextilrecyclings steht vor dem Kollaps", warnte der Vizepräsident des Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), Martin Wittmann.

"Fast Fashion", also kurzlebige Billigmode, und die Belastungen der Coronakrise machten eine wirtschaftliche Sammlung und Verwertung unmöglich.

"Warenkreislauf mitdenken"

Zwar habe sich die Sammelmenge in den vergangenen Jahren erhöht - von 2013 bis 2018 etwa um 300.000 Tonnen -, allerdings könnten die Recycler davon nicht profitieren. Das liege daran, dass sich die Qualität deutlich vermindert habe: Vieles sei nicht verwertbar oder enthalte schädliche chemische Fasern. In der Branche geht man davon aus, dass dieser Trend weiter anhalten und sich durch Corona noch verstärken wird - und schlägt deshalb Alarm.

Die Textilbranche müsse bei ihren Produkten den späteren Warenkreislauf mitbedenken. "Kleidung aus billiger Chemiefaser oder gar Fasermixen eignen sich weder als Second-Hand-Ware noch für die Weiterverwendung", so Wittmann. Auch die Politik sei gefragt.

Kommentare (1)

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samro
1
4
Lesenswert?

gut

''Vieles sei nicht verwertbar oder enthalte schädliche chemische Fasern. ''

da ists ja gut dass man sowas dan anhatte und war dann ja voll gsund.

wie ich immer sag: weg mit dem billiklump. hin zu mehr qualitaet, die auch laengr haelt und sich nicht nach dem zweiten waschen aufloest oder so megamies ausschaut dass mans in denn muell haut.