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Das war die Wies'n 2019Der Durst auf dem Oktoberfest war heuer geringer

6,3 Millionen Gäste, 124 verspeiste Ochsen und 7,3 Millionen getrunkene Maß Bier - so lautet die Bilanz des Münchner Oktoberfestes.

© APA (AFP)
 

Das Münchner Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, ist am Sonntag nach 16 Tagen zu Ende gegangen. "Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem Verlauf der Wiesn sehr zufrieden", resümierte das Referat für Arbeit und Wirtschaft der bayerischen Landeshauptstadt in seinem Schlussbericht.

Die Zahl der Straftaten bewegte sich laut Polizei in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die Besucherzahl des weltgrößten Volksfestes lag nach Schätzung der Festleitung ebenfalls in der Größenordnung des vergangenen Jahres - auch 2018 waren 6,3 Millionen Wiesn-Gäste gezählt worden. Darunter waren auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl Besucher aus dem Ausland, allen voran aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Zu den Top-Ten-Herkunftsländern der Festbesucher zählten auch die Schweiz, Italien, Australien, Schweden und Dänemark. Außerdem kamen Besucher aus weiteren 45 Nationen zur Wiesn.

Oktoberfest 2019: Beste Stimmung auf der Wies'n

Friedlich haben 3,3 Millionen Menschen in der ersten Woche des Oktoberfests gefeiert. "Wir haben eine wahnsinnig schöne, eine ruhige, eine entspannte Wiesn", sagte Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) am Sonntag zur Halbzeit des Festes.

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Schon mittags herrschte auf dem Gelände bei strahlendem Wetter dichtes Gedränge. Ex-US-Präsident Barack Obama, über dessen Besuch spekuliert worden war, kam nicht.

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Die Gäste verspeisten in der ersten Woche 72 Ochsen, zwei mehr als im Vorjahr. Auch wenn es zum Bier keine Zahl gab: "Der Bierkonsum ist stabil", sagte Baumgärtner.

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Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Schokofrüchte seien begehrt. Neu und ganz vorne: "Lebkuchen-Lamas und Lama-Luftballons sind der absolute Renner."

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Auch Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst sprachen von einem positiven und weitgehend störungsfreien Verlauf. Die Polizeibeamten der Wiesnwache rückten 1.010 Mal zu Einsätzen aus, etwas öfter als im Vorjahr, sagte der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins.

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Es gab 465 Straftaten, darunter vor allem Diebstähle, Körperverletzungen, Sexual- und Drogendelikte.

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Allerdings feiere auf dem Oktoberfest an einem gut besuchten Tag am Wochenende zahlenmäßig die Bevölkerung von Mainz und Lübeck gemeinsam auf einer Fläche von 35 Fußballfeldern, dazu fließe reichlich Alkohol.

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"Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf", sagte da Gloria Martins. "Das Oktoberfest ist aus Sicht der Münchner Polizei sicher."

 

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Mit dabei war auch TV-Legende Thomas Gottschalk.

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Er schien seinen Aufenthalt zu genießen.

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Die Lufthansa passt die Dienstkleidung der Crews auch an das Oktoberfest an.

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96.912 Bierkrüge "sichergestellt"

Die Zahl der verspeisten Ochsen lag mit 124 genauso hoch wie im vergangenen Jahr, diejenige der Kälber mit 29 um zwei höher als 2018. Ein kleines Minus wies die Statistik beim Bierverzehr aus: Die Oktoberfest-Gäste tranken nach Angaben der Brauereien mit 7,3 Millionen Maß Bier 200.000 Maß weniger als im vergangenen Jahr.

Schlechte Karten hatten auch diesem Jahr wieder Andenkenjäger und Bierkrugsammler in den Festzelten: Aufmerksame Ordner nahmen ihnen 96.912 Bierkrüge in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes ab.

Auch die Landespolizei zeigte sich mit dem Festverlauf zufrieden und berichtete von einem normalen Oktoberfest. Die Zahl der erfassten Straftaten insgesamt ging mit 914 leicht zurück, bei den Taschendiebstählen verzeichneten die Beamten sogar einen deutlichen Rückgang von 174 auf 133. Dagegen stieg die Zahl der Körperverletzungen um knapp drei Prozent auf 263 an. Zudem verzeichneten die Polizisten 45 Sexualdelikte, drei mehr als im vergangenen Jahr.

Fundbüro brechend voll

Die Münchner Feuerwehr sprach sogar von einer "ruhigen Wiesn". Die Zahl der Alarme lag mit 14 um sieben niedriger als 2018. Der Feuerwehr-Notarzt musste zu 175 Einsätzen auf der Theresienwiese ausrücken, das waren 16 weniger als im Vorjahr.

Dessen ungeachtet kamen so manchem Oktoberfestgast persönliche Gegenstände abhanden - so zählte das Fundbüro auf dem Volksfest insgesamt 3.778 Fundstücke, darunter 780 Ausweise, 690 Kleidungsstücke, 660 Geldbörsen, 465 Bankkarten, 420 Smartphones und Handys, 300 Schlüssel, 155 Brillen, 130 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 115 Regenschirme, 55 Schmuckstücke sowie acht Kameras. Zu den kuriosen Funden zählten in der zweiten Wiesn-Woche ein Gebiss, ein Kinderwagen, ein Ehering, ein Flügelhorn, das Buch "Dali - das malerische Werk" in Originalverpackung sowie 635,60 Euro Bargeld.

Mit 2,84 Millionen Kilowattstunden lag der Stromverbrauch beim Oktoberfest um gut 3,3 Prozent unter dem Vorjahresverbrauch. Der Wasserverbrauch erreichte mit etwa 105.000 Kubikmetern in etwa die Werte von 2018.

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