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Internationaler Getreiderat Weltweite Getreideernte stagniert, Bedarf wächst

Die Getreidelager unserer Welt werden immer leerer. Mit Engpässen wird aber noch nicht gerechnet. Schon gar nicht für Europa.

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© (c) APA/AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER
 

Zum dritten Mal in Folge wird für heuer vom Internationalen Getreiderat (IGC) keine nennenswerte Produktionssteigerung erwartet. Erwartet wird eine Menge von 2,15 Milliarden Tonnen. Der Verbrauch wird hingegen einen neuen Rekord verzeichnen. Er dürfte mit gut 2,18 Mrd. Tonnen die erwartete Produktion um rund 36 Mio. Tonnen übersteigen. Dank der Lagerbestände wird aber nicht mit Engpässen gerechnet.

Beim Weizen wird mit einer Rekordernte gerechnet, erläuterte AMA-Experte Christian Gessl am Dienstag. Gerechnet wird mit einer Ernte von 763 Mio. Tonnen, ein Plus von gut 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Größter Weizenexporteur weltweit bleibt Russland. Beim Mais wird wegen Einbußen in den USA mit einem Rückgang um 38 Mio. Tonnen oder minus 3,4 Prozent gerechnet.

Lagerbestände sinken 

Die erwartete Verbrauchssteigerung dürfte die Lagerbestände um fast 6 Prozent auf 585 Mio. Tonnen absinken lassen. Zurückzuführen ist das lediglich auf das Minus beim Mais. Die Versorgungslage beim Weizen wird weiter als überdurchschnittlich gut bewertet.

Bei den Ölsaaten - Sojabohnen und Raps - wird auch mit einem Ernterückgang gerechnet. Das Minus soll bei 2,7 Prozent liegen. Damit fiele die Ernte um gut 16 Mio. Tonnen geringer aus als im Vorjahr und käme bei 586 Mio. Tonnen zu liegen.

China gibt den Takt vor

Die USA haben bei Sojabohnen und bei Mais jeweils einen Weltmarktanteil von rund 30 Prozent. Die beiden wichtigsten Weizenanbau-Länder Russland und die Ukraine haben gemeinsam einen weltweiten Anteil von gut 29 Prozent. Weltgrößter Verbraucher ist sowohl bei Weizen (knapp 17 Prozent), Sojabohnen (knapp 29 Prozent) und auch Mais (gut 25 Prozent) China. Das Land nimmt eine Schlüsselrolle im weltweiten Handel ein.

In der EU wird mit einer guten Versorgungslage für den europäischen Getreidemarkt gerechnet. "Haupternährer" der EU ist Frankreich. Der Produktionsanteil belief sich 2017 auf mehr als 21 Prozent. Dahinter folgten Deutschland (13 Prozent) und Rumänien (11 Prozent).

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