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Sommerreifen von Billigmarken im TestNur drei Pneus sind ,,empfehlenswert''

Beim ARBÖ-Sommerreifentest wurden heuer die Zweitmarken-Reifen von Premiumproduzenten genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis überrascht.

© Karin & Uwe Annas - stock.adobe.com
 

Die großen Namen der Reifenbranche sind nicht nur bekannt, sondern liefern als Premiumhersteller auch dementsprechende Qualität. Doch daneben gibt es auch eine Reihe nicht so bekannter Marken, oftmals sogenannte „Zweitmarken“ von den großen, bekannten Namen. Bekommt man hier große Qualität zum kleinen Preis?

Der ARBÖ hat gemeinsam mit seinen deutschen Partnerklubs ACE und GTÜ genau diese Reifen beim heurigen Sommerreifentest auf einen Audi Q2 montiert und auf dem Bridgestone-Gelände in Italien auf den Prüfstand gestellt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alle neun getesteten Reifen der Dimension 215/55 R 17 auf trockener Fahrbahn ganz gut funktionieren. Es sind nur feine Nuancen, die den Sieger der Kategorie „Sicherheit trocken“ von den anderen unterscheidet.

Das Testergebnis

  • Testsieger: Maxxis Premitra HP5
  • Empfehlenswert: Fulda SportControl 2, Sava Intensa UHP2
  • Bedingt empfehlenswert: Toyo Proxes Sport, Apollo Aspire XP, Kleber Dynaxer HP4
  • Nicht empfehlenswert: Firestone Roadhawk, Hankook Ventus Prime 3, Avon ZV7

Die Spitzengruppe besteht aus Maxxis Premitra HP5, Sava Intensa UHP2, Hankook Ventus Prime 3, Fulda SportControl 2 und Kleber Dynaxer HP4. Sie alle bieten ein gutes Lenkverhalten, untersteuern kaum und überzeugen auch in den technisch anspruchsvollen Streckenabschnitten durch guten Grip.

Apollo Aspire XP, Firestone Roadhawk, Toyo Proxes Sport und Avon ZV7 liegen dahinter, doch auch diese Reifen haben noch eine durchaus zufriedenstellende Kurvenfestigkeit und bieten im Grenzbereich ausreichende Reserven. Im Alltag auf trockener Straße sind daher alle Reifen absolut konkurrenzfähig.

Anders die Situation im Kapitel „Sicherheit nass“. Dort offenbaren sich beim Hankook, Avon und Firestone echte Schwächen, insbesondere der Grip in der Kategorie „Kreisbahn nass“ lässt zu wünschen übrig. Besser machen es da schon der Kleber und Apollo, die mit 45 beziehungsweise 51 Gesamtpunkten im Mittelfeld landen.

Erfreulicherweise gibt es aber auch Reifen, die die Aufgaben auf nasser Fahrbahn sehr gut meistern. Am besten kommen der Fulda und der Maxxis mit dem nassen Untergrund zu Recht. Aber auch dem Sava und dem Toyo, beide erreichen 56 Punkte, liegen derartige Straßenverhältnisse.

Insgesamt zeigt der Test, dass der Maxxis Premitra HP5 mit 136 Gesamtpunkten ein würdiger Testsieger ist, mit dem man auf allen Straßenverhältnissen gut und sicher unterwegs ist. Aber auch der
Fulda und Sava erreichen ein „empfehlenswert“. Das Fazit aller anderen Kandidaten fällt eher bescheiden bis negativ aus: Insbesondere auf nasser Fahrbahn – ein in Österreich doch häufiger Straßenzustand - offenbaren die Reifen ihre Schwächen.

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