Höflich ausgedrückt, haben sich die bisherigen Kunden für den Toyota Mirai als Brennstoffzellen-Fahrzeug entschieden – aber wohl nicht als Auto selbst. Zu sehr hat das Design der Limousine polarisiert. Aber mit der zweiten Generation gehört das der Vergangenheit an: Die kann sich per se sehen lassen. Und jetzt verraten die Japaner auch mehr über die Technik unter dem Blechkleid.

Das Cockpit des Mirai
© TOYOTA

Auf eine Länge von knapp fünf Metern erstreckt sich die elegante Neuauflage. Damit ist sie mehr als zehn Zentimeter länger, breiter, flacher und bietet jetzt bei einem Radstand von 2,9 Metern fünf statt bisher vier Sitzplätze. Der Innenraum hat gleich um eine Klasse zugelegt. Zu seinen wichtigsten Elementen gehört ein 12,3-Zoll-Display im Zentrum des dem Fahrer zugeneigten Armaturenbretts.

Der Mirai streckt sich auf knapp 5 Meter Länge
© TOYOTA

Die Japaner haben selbstredend das Brennstoffzellensystem überarbeitet und auch die Wasserstofftanks vergrößert. Das soll im Vergleich zum ersten Mirai um bis zu 30 Prozent mehr Reichweite ergeben: Wir reden also von rund 650 Kilometern. Basierend auf der TNGA-Plattform geben die Techniker der Limousine mit Heckantrieb mehr Karosseriesteifigkeit und einen tieferen Schwerpunkt mit auf den Weg, was sich positiv im Handling niederschlagen dürfte.

Statt vier hat die Limousine jetzt fünf Sitzplätze
© TOYOTA

Von der ersten Generation des Mirai wurden insgesamt mehr als 10.000 Einheiten verkauft. Bedenkt man die Entwicklungskosten, haben die Japaner da ordentlich draufgezahlt. Das soll sich mit der Neuauflage, die 2020 auf den Markt kommt, ändern: Toyota hat die Produktionskapazitäten auf 30.000 Stück pro Jahr hinauf geschraubt.

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