Festwochen-"Lulu" als Hochamt stilisierter Künstlichkeit
Alban Bergs "Lulu" ist ein hochkünstliches Werk, in dem die mythologische Titelfigur zur Folie für männliche Perspektiven wird, ein in der Metaebene spielendes Stück, das 1937 als erste Oper in Zwölftontechnik Uraufführung feierte. Die meisten Regiekräfte mühen sich nun, das stilisierte Geschehen möglichst nahbar zu machen, zu emotionalisieren. Nicht so die Choreografin Marlene Monteiro Freitas bei den Wiener Festwochen. Sie dreht die Schraube noch eine Drehung weiter.
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