Der Bergbau in Europa galt lange Zeit als Auslaufmodell. Daher muss der „alte Kontinent“ viele Rohstoffe aus anderen Regionen beziehen. Am Beispiel Lithium – dieses wird vor allem in Südamerika, China und Australien abgebaut – wird offensichtlich, welche Probleme das mit sich bringt: Einerseits ist man bei der Preisgestaltung von den Launen der internationalen Partner abhängig, zweitens hat man wenig Einfluss auf die Nachhaltigkeit der dortigen Gewinnung. In Südamerika beispielsweise werden bei der Lithiumgewinnung aus Salzseen Unmengen an Wasser verbraucht.
Der von der ECM Lithium AT GmbH, einer Tochter von European Lithium, vorangetriebene Lithium-Abbau auf der Koralpe ist umweltverträglich. Bei diesem untertägigen Projekt wird nahezu endoskopisch vorgegangen, es bleiben keine „Krater“ an der Oberfläche wie etwa bei der Tagbau-Methode zurück. Nicht verwertbares Gestein wird in den Berg rückverfüllt und gewährleistet dessen Stabilität. Hinzukommt, dass die Region an die Bahn angebunden ist und der Weitertransport somit klimaschonend erfolgt.
Mit dem Projekt kehrt ein Stück Bergbaukompetenz zurück ins Lavanttal, wo bereits früher Braunkohle abgebaut wurde. Generell ist der Wissenstransfer im Bergbaubereich von großer Bedeutung. European Lithium tauscht sich im Rahmen von europäischen Programmen mit Experten aus anderen EU-Staaten aus – dadurch profitieren Forschung und Entwicklung. European Lithium strebt auch eine Zusammenarbeit mit österreichischen Universitäten an.
Dietrich Wanke, CEO von European Lithium, ist einst aus Deutschland nach Australien ausgewandert, weil dort Bergbau im Gegensatz zu Europa weiter forciert wurde. Es ist jedoch nicht zu spät, das zu ändern. Das Projekt von European Lithium, das bisher zum Großteil durch internationale Investoren finanziert wurde, ist Vorreiter beim Aufschlagen eines neuen Kapitels des europäischen Bergbaus. Deshalb unterstützt European Lithium auch den Bergmännischen Verband Österreichs.