Wenn man an abwechslungsreiche und vielseitige Arbeitsumfelder denkt, fällt einem vermutlich nicht als erstes die Industrie als Arbeitgeber ein. Durchaus ein Fehler, wie uns Tiffany Plattner, Karim Kollegger und Janine Raudner erzählen. Alle drei absolvieren eine Lehre bei Stoelzle Oberglas bzw. haben diese vor kurzem erfolgreich abgeschlossen.

Kreativ mit Glas

Tiffany Plattner lernt in Ihrer Lehre nicht nur Dinge, die sie für ihren Beruf braucht, sondern auch fürs Leben. "Im Ausbildungszentrum hat uns mein Chef zum Beispiel beigebracht, wie viel Körpersprache bewirken kann."
Tiffany Plattner lernt in Ihrer Lehre nicht nur Dinge, die sie für ihren Beruf braucht, sondern auch fürs Leben. "Im Ausbildungszentrum hat uns mein Chef zum Beispiel beigebracht, wie viel Körpersprache bewirken kann." © Die Abbilderei Sajovic&Scherr GesbR

„Ich bin Konstrukteurin, als solche bin ich einerseits dafür zuständig Glasflaschen nach Kundenwunsch zu entwerfen, zu zeichnen und zu designen. Dabei kann ich meine kreative Seite ausleben. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Flaschen produziert werden können. Da geht es manchmal um Millimeter“, erzählt Tiffany Plattner. Die 20-jährige absolviert gerade ihr drittes Lehrjahr im Bereich „Konstruktion“. Auf die Ausbildung stieß sie dabei eher durch Zufall: „2019 habe ich meine Matura gemacht. Danach habe ich mein Studium an der FH Joanneum für Mobile Software Development gestartet – allerdings bald bemerkt, dass hier nicht meine Zukunft liegt und so nach dem zweiten Semester abgebrochen.“ Als Übergangslösung entschied sich Tiffany für ein soziales Jahr. Während diesem erzählte ihr ihr Vater von der Konstruktionslehre. „Wir haben uns gleich beide gedacht, das könnte nicht so schlecht passen.“ So war es dann auch, wie das erste Schnuppern und die kommenden Jahre zeigten – Tiffany fühlt sich in ihrem Beruf und bei ihrem Lehrherren sehr wohl. „Bei uns in der Glasproduktion gibt es jeden Tag neue Herausforderungen – es ist wirklich sehr abwechslungsreich. Besonders schön finde ich auch das familiäre Klima. Sicher, der Betrieb ist riesig, aber mit meinem Umkreis habe ich ein tolles Verhältnis.“

Ein Händchen für Technik

Karim Kollegger ist Mechatroniker aus Begeisterung
Karim Kollegger ist Mechatroniker aus Begeisterung © Die Abbilderei Sajovic&Scherr GesbR

Auch Karim Kollegger hatte sich zuerst für eine schulische Ausbildung entschieden – nach zwei Jahren HTL allerdings in die Lehre gewechselt. „Ich bin durch Freunde auf den Beruf Mechatroniker aufmerksam geworden und habe dann angefangen mich im Bezirk nach freien Lehrstellen umzuschauen.“ Bei Stoelzle wurde er fündig. Dass ein Job in einem Industriebetrieb eintönig ist, kann er nicht bestätigen, im Gegenteil: „Man merkt hier einfach, dass viel weitergeht. Und es ist faszinierend zu beobachten, wie alles im Betrieb zusammenhängt.“ In der Lehre war Karim für das Umrüsten und Warten der Maschinen zuständig – seit Ende März hat er seine Lehrabschlussprüfung in der Tasche und wurde gleich von seinem Lehrherren übernommen. Auch wenn der Arbeitsalltag abwechslungsreich ist – auf die Arbeitszeiten hat dies keinen Einfluss: „Die sind bei uns gut geregelt – es kommt nur in seltenen Fällen zu Überstunden.“ Wie Karim die Jobchancen in seinem Beruf einschätzt? „Sehr gut! Fachkräfte werden überall gesucht. Ich merke das auch bei uns in der Firma.“

Organisationstalent

Janine Raudner hat mit ihrem Organisationstalent den Durchblick im Versand
Janine Raudner hat mit ihrem Organisationstalent den Durchblick im Versand © Die Abbilderei

Entstanden in Kooperation mit Stoelzle Oberglas.