Aus welchen Grund Sie wieder gewonnene "Aktivitätshormoe" auch spüren: Nutzen Sie sie! Körperliche Bewegung ist nicht nur ein wirksames Mittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit, neben vielen weiteren gesundheitlichen Vorteilen werden auch Ihre Gelenke werden „geschmiert“ und Ihre Ausdauer verbessert. Dennoch ist es für Ihre Gesundheit relevant, nach einer längeren Zeit der Unbeweglichkeit, gewissen Dinge für den Neustart zu beachten:

1.) Finden Sie Ihren Sport

Egal, für welche Sportart Sie sich entscheiden und zu welcher Ihr Arzt rät, wichtig ist, dass Sie es langsam angehen lassen
Egal, für welche Sportart Sie sich entscheiden und zu welcher Ihr Arzt rät, wichtig ist, dass Sie es langsam angehen lassen © oneinchpunch - stock.adobe.com

Einige Sportarten erfordern Bewegungsabläufe, die bei falscher Ausübung Ihren Körper belasten und Verletzungen nach sich ziehen können. So etwa Jogging, Tennis oder Ballsportarten bei denen sich eher abrupte Stopps und starke Belastung abwechseln. Zählen Sie also zu den Untrainierten, sind gelenkschonende Sportarten, die auf sanfte Weise stärken besser für Ihren Wiedereinstieg geeignet. Wie wäre es etwa mit Schwimmen oder Nordic Walking für den Anfang?

2.) Abchecken lassen 

Eine der wichtigsten Maßnahmen für Menschen, die wieder mit dem Sport beginnen möchten, ist eine Untersuchung beim Arzt
Eine der wichtigsten Maßnahmen für Menschen, die wieder mit dem Sport beginnen möchten, ist eine Untersuchung beim Arzt © Kzenon - stock.adobe.com

Wenn Sie nach längerer Pause wieder motiviert für mehr Bewegung sind, sollte Ihr erster Weg dennoch eher nicht ins Fitnessstudio, sondern zum Hausarzt führen. Vor allem, wenn Krankheiten, Verletzungen oder Beschwerden schon vorliegen, aber wenn Sie älter als 35 Jahre sind, empfiehlt sicher der Vorab-Check beim Doktor. Hier erfahren Sie nicht nur alles über Ihren allgemeinen Gesundheitszustand, auch werden Sie dank Belastungs-EKH über Ihre Herzleistung informiert - ein wichtiger Schritt, um Ihre Trainingsintensität, die Trainingshäufigkeit und natürlich auch die richtige Sportart für Sie zu bestimmen. Spannende Infos von zwei Gesundheits-Experten zu genau diesem Thema finden Sie übrigens in diesem Gesundheitstalk der Kleinen Zeitung.

3.) Wie ein Anfänger anfangen

Bewegung soll Spaß machen: Ihr Körper soll gefordert, aber niemals überfordert werden Foto
Bewegung soll Spaß machen: Ihr Körper soll gefordert, aber niemals überfordert werden Foto © Ljupco Smokovski - stock.adobe.c (Ljupco Smokovski)

So banal es auch klingen mag - gerade die Punkte Zurückhaltung und Geduld sind nicht jedermanns (oder -fraus) Sache. Zu schnell zurück in das erinnerte Trainingsverhalten und zu hohe Belastungen, und - Sie ahnen es - eine mögliche Verletzung lauert. Haben Sie vor der Pause intensiv einen Sport trainiert, so müssen Sie nun mit einer verringerten Leistungsfähigkeit rechnen. Nehmen Sie diese an, es zählt das Hier und Jetzt! Möglicherweise ändern Sie Ihre Sportart zu einer weniger belastenden Alternative, starten Sie etwa mit Aquajogging statt sofort wieder in die Laufschuhe zu springen.

4.) Womit beginnen? 

Versuchen Sie ein- bis zweimal täglich für ein paar Minuten auf dem Wackelbrett zu stehen ...
Versuchen Sie ein- bis zweimal täglich für ein paar Minuten auf dem Wackelbrett zu stehen ... © ENTELLO - stock.adobe.com (Patrik Skovran - SENTELLO Fotogr)

Die gute Nachricht: Selbst eine Bewegungs-Pause von mehreren Monaten bedeutet meist nicht, dass Sie wieder komplett bei Null starten müssen, zumindest was Ihre Kondition betrifft. In Punkto Kraft sieht die Sache leider ein wenig anderes aus, diese wird in Pausen schneller als die Ausdauer abgebaut. Um Verletzungen vorzubeugen sind kräftigende Übungen also überaus empfehlenswert. Ein langsamer und alltagstauglicher Start kann etwa schon das Stehen (oder tägliche Zähneputzen) auf einem Bein oder - schon modifiziert -  einem Wackelbrett (Balance Board) sein.

5.) Alternative Bewegungsarten 

Regelmäßige körperliche Bewegung hat für die meisten Menschen deutliche Vorteile für die Gesundheit
Regelmäßige körperliche Bewegung hat für die meisten Menschen deutliche Vorteile für die Gesundheit © Robert Kneschke - stock.adobe.co (Robert Kneschke)

Energie abbauen (und gleichzeitig tanken) gelingt am besten in der freien Natur. Dazu muss es nicht immer Sport sein, auch ein ausgedehnter Spaziergang im Wald tut Ihrem Geist und Körper Gutes. Der kürzeste Weg zur Bewegung liegt oft vor der eigenen Haustür: der Garten. Sind Sie stolzer Gartenbesitzer, können Sie nicht nur die anfällige Arbeit im Freien als frühlingshafte Bewegungseinheit nutzen, sondern etwa auch ein Trampolin im Garten aufstellen, das (übrigens Gelenke schonend) Ihre Fitness erhöht.

Entstanden in Kooperation mit der Ärztekammer und der Apothekerkammer