So werden sich die 28.000 von der APG gesicherten Arbeitsplätze auf die Bundesländer verteilen
So werden sich die 28.000 von der APG gesicherten Arbeitsplätze auf die Bundesländer verteilen © Economica

Das Investitionsprogramm der APG in Höhe von 3,5 Milliarden Euro ist nicht nur ein wesentlicher Baustein zum Gelingen der Energiewende, sondern auch ein Booster für Österreichs Wirtschaft und die öffentliche Hand. Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand der APG: „Es ist klar, dass unsere Investitionen elementar für die energiewirtschaftliche Zukunftsausrichtung Österreichs sind. Die Transformation des Energiesystems hin zu einem nachhaltigen, strombasierten Gesamtsystem kann nur mit einer ausgebauten, robusten und modernen Netzinfrastruktur sicher erfolgen. Dieser Umbau des Systems ist eine Mammutaufgabe in der alle Akteure des Energiesystems ihre Verantwortung wahrnehmen müssen“.
Die APG investiert alleine heuer rund 360 Millionen Euro und bis 2032 das zehnfache in den Um- und Ausbau der Strominfrastruktur und trägt somit zum Gelingen der klima- und energiewirtschaftlichen Zielsetzungen der Bundesregierung bis 2030 wesentlich bei.

Booster für Wirtschaft und Kommunen. Die Investitionen der APG lösen laut Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica eine Reihe von volkswirtschaftlichen Effekten aus: Es werden mehr als 28.000 Beschäftigungsverhältnisse unmittelbar und mittelbar gesamt geschaffen – dies entspricht der Beschäftigung aller in der Stadt Bregenz lebenden Menschen für ein Jahr. Die erzielte Bruttowertschöpfung von rund 2,1 Milliarden Euro erstreckt sich über alle Bundesländer, wobei Wien und die beiden von der Industrie geprägten Bundesländer Steiermark und Oberösterreich überproportional profitieren. Die Top-Drei-Branchen nach Bruttowertschöpfung sind: Bauinstallations- und sonstige Ausbauarbeiten, elektrische Ausrüstungen und Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros. Wobei knapp 70 Prozent der Investitionsausgaben direkt inlandswirksam werden.

APG 2021 auch Turbo für Wirtschaft

Salzburgleitung, Weinviertelleitung, Erneuerung UW Villach – in diese und andere Netzaus- und -umbauprojekte investierte die APG 2021 rund 357 Millionen Euro. Damit wurden rund 3200 Beschäftigungsverhältnisse gesichert und eine Bruttowertschöpfung von 234,4 Millionen Euro erreicht.
Durch den enormen Personaleinsatz der APG-Beauftragungen werden in den kommenden zehn Jahren auch Steuergelder in Höhe von knapp einer Milliarde Euro fließen. „Um diese fiskalischen Effekte tatsächlich auszulösen, sind die Projekte im vorgesehenen Zeitplan umzusetzen. Denn mit jedem Jahr, in dem es zu Bauverzögerungen bei der Realisierung des APG-Investitionsprogrammes kommt, entgehen dem österreichischen Fiskus und den Sozialversicherungsträgern Einnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Euro“, sagt Christian Helmenstein, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica.

Schnelle Genehmigungsverfahren Schlüssel für Energiewende

Verzögerungen des Investitionsprogramms kommen nicht nur dem Wirtschaftsstandort und dem Fiskus teuer zu stehen, sondern hätten auch für den Kampf gegen die Klimawandel fatale Folgen. Der Aus- und Umbau der Strominfrastruktur muss plangemäß und zeitgerecht erfolgen. Deswegen plädiert Thomas Karall: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um die anstehenden Netzinfrastrukturprojekte planmäßig umzusetzen. Gleichzeitig ist aber klar, dass für die zeitgerechte Realisierung noch einige Rahmenbedingungen verbessert werden müssen. Da braucht es Unterstützung. Ganz besonders wichtig ist, die Genehmigungsverfahren nachhaltig zu beschleunigen und für das Stromsystem der Zukunft einen gesamt-systemischen Planungsansatz umzu­­setzen.“

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www.apg.at