Nach einer kontaktarmen Saison hat die Eröffnung nach der Sommerpause im Schauspielhaus dieses Jahr eine ganz besondere Bedeutung – und das wird an drei Abenden hintereinander mit dem Publikum gefeiert:
Der Saisonauftakt startet am Donnerstag, 16. September, mit der Eröffnungspremiere „Der letzte Mensch“. Alexander Eisenach, der schon die Spielzeit 19.20 mit dem Bühnenspektakel „Vernon Subutex“ eröffnete, adaptiert den dystopischen Roman der „Frankenstein“-Autorin Mary Shelley für HAUS EINS. Darin legt eine Seuche das gesellschaftliche und politische Leben lahm. Aber wohin fliehen mit dem pfeilschnell fliegenden Reiseballon der Zukunft, wenn nichts mehr sicher ist? Übrig bleiben das wüste Land und ein einsamer, letzter Mensch.
Ebenso aktuell wird die österreichische Erstaufführung von Ella Roads „Die Laborantin“ am Freitag, 17. September, in HAUS ZWEI: Die britische Autorin greift darin aktuelle Tendenzen einer auf Zahlen basierenden Welt auf und spinnt sie zu einem Szenario weiter, in dem man mit schlechten Blutwerten nicht studieren darf und im Notfall nicht reanimiert wird. In diesem auf Optimierung getrimmten Gesellschaftssystem beginnt die Laborantin Bea, Werte zu fälschen und verliert immer mehr ihre Skrupel.
Gefeiert wird der Saisonauftakt schließlich am Samstag mit einem Eröffnungskonzert in HAUS EINS: Die Grazer Kultband The Base rund um Frontmann Norbert Wally wird musikalisch die Spielzeit einläuten. Support kommt von KÖHDER mit Ensemblemitglied Florian Köhler und im Anschluss sorgen die SOULbRÜDER für ausgelassene Partystimmung. Der Eintritt zu Konzert und Party ist frei; Einlass über den Hof (Bühnentor) ab 19.10 Uhr.