"Pelléas und Mélisande" als böses Märchen im Akademietheater
Statt Musik gab es eine geballte Ladung Psychoanalyse: "Pelléas und Mélisande" wurde am Samstagabend im Akademietheater nicht in der Opernfassung von Claude Debussy, sondern in Form des Originals aufgeführt. US-Regisseur Daniel Kramer hat Maurice Maeterlincks 1893 uraufgeführtes symbolistisches Schauspiel als mehrfache Missbrauchsgeschichte gedeutet, bei der Traum und Trauma ineinander übergehen. Im Zentrum steht Sophie von Kessel als zerbrechliche, zerbrochene Mélisande.
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