Der Frühling 1945 war in Wien eine Phase des radikalen Umbruchs, ein rasender Stillstand zwischen dem mit 13. April besiegten Nationalsozialismus und der noch nicht begonnenen Nachkriegsordnung. In diesem Auge des Sturms stand ein Mann mit seiner Kamera als Dokumentarist, Propagandist und nicht zuletzt Zeitzeuge: Jewgenij Chaldej. Seine in diesen Wochen entstandenen Aufnahmen sind nun unter dem Titel "Fotograf der Befreiung" im Jüdischen Museum versammelt.