Die Vielfalt auf unserem Planeten ist bedroht. Jede Stunde sterben ein bis drei Arten aus. Hauptgründe für den Rückgang an Biodiversität sind Verlust und Veränderung von Lebensräumen, Klimawandel und eingeschleppte Arten. Für die Vielfalt des Lebens muss jeder Einzelne dennoch nur wenig tun, um gemeinsam viel zu erreichen.

Dem Gras beim Wachsen zuschauen. Naturgärtnerin Erika Saria weiß: „Wird seltener gemäht, erfreuen sich Bienen an den Blüten von Gänseblümchen, Gundelrebe und Co.“ Lassen Sie den Rasenmäher einfach öfter stehen, setzen Sie sich in die Wiese und schauen Sie dem Gras beim Wachsen zu! Fällt Ihr Blick dabei auf eine leicht zugewucherte Ecke im Garten – bleiben Sie sitzen! Denn: „Wir müssen das Schönheitsideal überdenken! Sterile Grünflächen lassen keine Natur zu. Blütensträucherhecken, Laubhaufen, Trockensteinmauern, wilde Ecken: Mit all diesen Lebensräumen wird ein intaktes Ökosystem gefördert.“ Denken Sie auch beim Kauf von Pflanzen an die Biodiversität: „Achten Sie darauf, ob die Pflanzen einen Nutzen für die Tierwelt darstellen. So wurden bei gefüllten Blüten, z. B. bei vielen Zuchtrosen, die Staubgefäße herausgezüchtet, sodass sie für Insekten wertlos sind.“
Wer all das schon weiß und sich aktiv um Biodiversität bemüht, sollte sich für den M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steiermark bewerben. Herausragende Projekte werden mit insgesamt 12.500 Euro belohnt.