Die Fassade ist grau, der Verputz bröckelt. Von der einst imposanten Gestalt ist nur mehr der morbide Charme übrig, und der matte Glanz längst vergangener Tage. Die Rede ist von Zinshäusern. Ihren Namen haben Sie vom Mietzins, der für die Nutzung der Wohneinheiten zu entrichten ist. Sie sind ein Teil der Österreichischen Geschichte und stammen aus der Zeit zwischen 1850 und 1945. Man erkennt sie an den reich verzierten Fassaden voller Stuck-Ornamente und Zierkörper. An den hohen Räumen, den Kastenfenstern und den dicken Ziegelmauern. Der historische Stil der Wiener Ringstraße beeinflusste Mitte des 19. Jahrhunderts auch das Erscheinungsbild der Gebäude in Graz. Zinshäuser wurden in den meisten Fällen von Privatinvestoren beauftragt und waren die Kapitalanlage des wohlhabenden Bürgertums. Auch heute noch sind viele Zinshäuser in Privatbesitz.
Lohnt sich ein Zinshaus?
Die Nachfrage nach Zinshäusern ist seit Jahren ungebrochen. Gerade in Zeiten der Null-Zinsen verspricht ein ganzes Haus mit mehreren Wohneinheiten eine beständige monatliche Rendite. Doch Achtung! Wer ein Zinshaus sein Eigen nennt, steht irgendwann vor der Frage, ob sich eine Sanierung des Altbaus lohnt. Es geht um Kosten und Zeit, Arbeit und auch Nerven. Und nicht zuletzt um die fachliche Expertise. Sich als Hobby-Immobilienentwickler zu versuchen mag interessant und lehrreich sein, führt aber möglicherweise direkt in die Sanierungsfalle. Feuchtigkeit im Fundament, Schimmel – oder Schädlingsbefall der Tramdecken, unsachgemäße Reparaturen aus der Vergangenheit. Ein altes Gebäude zeigt seine Schwachstellen oft erst auf den zweiten Blick.
Darum prüfe, wer sich…
Um sich Klarheit zu verschaffen ist es sinnvoll, einen Profi zu Rate zu ziehen. Erster Schritt ist eine Bestandsanalyse anhand von Bauakten und Bestandsplänen. Ein zusätzliches Gutachten gibt Aufschluss über Stabilität des Fundaments, Mauerfeuchte, Funktion der Leitungen und Rohre, Tragfähigkeit von Stiegen, Fußböden und der Dachkonstruktion, Dichtheit des Daches sowie über den Zustand von Türen und Fenstern. Steht das Haus unter Denkmalschutz, darf es nur mit Bewilligung des Denkmalamtes baulich verändert werden. Nach dem prüfenden Blick in die Seele des Gebäudes stellt sich für den Hausherren/ die Hausherrin die Frage nach dem Ziel der Revitalisierungsmaßnahmen. Geht es um eine optische Verbesserung des Gebäudes, sollen die Wohneinheiten in ihrem Grundriss verändert oder die Energiebilanz optimiert werden? Vielleicht machen aber auch grobe bauliche Mängel eine grundlegende Sanierung notwendig.
Ein Verkauf als Option
Wer nach eingehender Prüfung letztlich den Verkauf seines Zinshauses in Betracht zieht, dem sei der Zinshausrechner empfohlen. In 9 einfachen Schritten kann man so den Wert seines Objekts ermitteln. Die 3SI Immogroup hat das digitale Tool soeben auch in der steirischen Landeshaupt gelauncht. „Wir lieben Zinshäuser“, sagt Michael Schmidt, Geschäftsführer der 3SI Immogroup und die Begeisterung für die Materie ist ihm anzuhören. „Alleine im letzten Jahr haben wir mehr als 30 Zinshäuser aufwendig saniert. Dabei sind wir auch gerne bereit, die extra Meile zu gehen, mehr zu investieren, umfassender zu revitalisieren. Der Charme und die Substanz eines Gründerzeithauses ist für uns einzigartig und soll auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben.“