„Wo ist eigentlich unsere Kängurumaus?“ Batiloo griff sofort zu seinem Karottentelefon. Es klingelte: “Karrrroot. Karrrroot. Karotototot ” „Hallo, hast du Lust etwas mit uns zu unternehmen?“ Die Kängurumaus seufzte:“ Ich... ich... kann nicht. Mag nicht raus, mag nicht rauf, mag nirgendswo hin.“
In Gedanken versunken lag sie traurig in ihrer Geschirrtuchhängematte. Sie träumte von Weihnachten und den leckeren Keksen ihrer Kängurumäuse-Großeltern. Die einmal im Jahr aus dem Zauberwald, weit hinter den großen Bergen, zu Besuch kommen.
Egal was die Freunde versuchten, sie schafften es nicht die kleine Kängurumaus zu überzeugen, ihr Käsehaus zu verlassen.
Auf einmal hatte BatiLoo eine Idee: „Freunde, lasst uns gemeinsam für unsere Kängurumaus an der alten Mühle Kekse backen – das bringt sie sicherlich in Weihnachtsstimmung“. Die anderen waren hellauf begeistert und stürmten los.
In Maulwurfs-Geschwindigkeit mahlte Suppenwürfelchen das frisch geerntete Dinkelgetreide. Flinuts, der Fuchs schaute den anderen beim Backen zu und aß ein Ei nach dem anderen. „Flinuts, friss nicht die ganzen Eier auf! Wir brauchen eines für den Teig!“ kicherte BatiLoo.
BatiLoo zückte sein Kochbuch. In einer Schüssel vermengte er nun die weiche Butter mit braunem Zucker, Vanillezucker, dem Eidotter, einer Prise Salz und dem frischen Dinkelmehl. „Kneten!“ Alle halfen mit bis ein geschmeidiger Teig entstand. Nun musste er nur noch in Frischhaltefolie umhüllt und im Keller der alten Mühle gekühlt werden.
Die Freunde wollten schon eine kleine Pause einlegen, doch die Gedanken an die kleine Kängurumaus gaben ihnen wieder Kraft.
Suppenwürfelchen heizte das Sonnenbackrohr auf 180° Umluft ein. Schnell ein Backpapier auf das Backblech und jetzt konnte gekugelt werden. „Nein Flinuts, nicht du!“ sagte Batiloo, als sich Flinuts schon auf den Boden rollte und purzelte. „Kleine Teigstücke zu Kugeln rollen und in kleinen Abständen auf das Blech legen.“
Flintus, der starke und große Fuchs, schob das Keks-Blech in das vorgeheizte Backrohr, auf mittlerer Schiene und nach 15 Minuten holte er es vorsichtig mit einem Topflappen wieder heraus.
„Mhmmmm DAAAAS duftet“, sagte Suppenwürfelchen mit freudiger Stimme. „Ich kann es kaum erwarten zu kosten“.
Jetzt konnte Batiloo zeigen was er kann. Er wirbelte mit seinen Sprudelbeinchen und zauberte aus Zitrone und gesiebten Staubzucker die Glasur. Flinuts strich die Glasur auf die abgekühlten Kekse und den Großteil seiner Pfoten und Suppenwürfelchen lies Streusel auf die Kekse regnen.
Vorsichtig packten sie ihre selbstgebackenen Schätze in einen kleinen Sack und machten sich auf den Weg zur Kängurumaus. Aufgeregt klingelten die Freunde an der Käseglocke. Die Kängurumaus trabte traurig aus dem Haus, den kleinen Kopf zur Erde gesenkt. „Kängurumaus, wir haben eine Überraschung für dich!, rief Suppenwürfelchen ganz aufgeregt. „ Mach die Augen zu und deinen kleinen Mäusemund gaaaaanz weit auf!“ Sie konnte ihr Glück nicht fassen. „Siiind da das etwa Kekse? Frischgebackene Kekse!“ Mit vollem Mund vergaß sie ihre Sorgen. Die Freunde waren wieder vereint. Gemeinsam verbrachten sie einen leckeren und lustigen Abend, während sie den schönen Sonnenuntergang beobachteten.
Kinder, wisst ihr noch warum die Kängurumaus nichts mit ihren Freunden unternehmen wollte?