Brünn hat eine bedeutende Stellung als Industrie-, Handels-, Kultur- und Verwaltungszentrum. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Brünn eines der führenden Zentren des Funktionalismus in Mitteleuropa. Dazu hat die Stadt auch einiges an Sehenswürigkeiten zu bieten: Bekannt etwa für modernistische Gebäude oder die mittelalterliche Festung Spielberg, in der sich das Stadtmuseum, Gärten und das ehemalige gefürchtete Gefängnis „Kerker der Völker“– in dem prominnete Gefangene, wie u.a. Franz Ferdinand von Trenck inhaftiert waren – befinden. Von Graz aus können Brünn-Reisende in nur 4 Stunden 10 Min. bequem in den modernen RAILJET-Zügen der ÖBB anreisen.
Das Beste aus der Brünner Gastronomie und Architekur
Tolle Geschmackserlebnisse, originelle Kombinationen, hochwertige Zutaten und eine authentische Atmosphäre – das bieten die Gastro-Unternehmen, die sich in der unabhängigen Bewertung „Gourmet Brno 2018“ durchgesetzt haben. Prominente Personen aus dem öffentlichen und kulturellen Leben Brünns haben verraten, wo es ihnen besonders gut schmeckt, wohin sie am liebsten auf einen Kaffee, ein Bier oder einen Drink gehen und was sie an der Brünner Gastro-Szene besonders schätzen.
Letztendlich wurden die Gastro-Betriebe, die mehrmals als Favorit genannt wurden, von einer Fach-Jury bewertet und in einem eigenen Gastroführer präsentiert.
Die Betriebe wurden dabei in sieben Kategorien unterteilt: Restaurants, Bistros, Cafés, Konditoreien, Weinstuben und Weinbars, Bierstuben und Bars. Der Führer „Gourmet Brno 2018“ kann kostenlos bei der Tschechischen Zentrale für Tourismus (www.czechtourism.com) bestellt werden – entweder als gedruckte Broschüre oder digital.
Was man in Brünn nicht verpassen sollte... Brünn positioniert sich neben seinem Status als junge und dynamische Gastrometropole auch als DIE Architekturstadt Tschechiens. Bekannte Glanzstücke und unauffällige Schätze, die vor allem in den letzten 100 Jahren entstanden sind, finden sich an den interessantesten Orten. Legendäre funktionalistische Bauten und Jugendstilvillen laden zu einem Besuch ein.
Villa Tugendhat
Eine Perle des (nicht nur) Brünner Funktionalismus ist zweifelsfrei die Villa Tugendhat. Die Villa ist das einzigartige funktionalistische Werk des deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe und sie ist als einzige Sehenswürdigkeit der modernen Architektur in der Tschechischen Republik in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. Es handelt sich gleichzeitig um ein Gebäude, das neue Maßstäbe für das moderne Wohnen gesetzt hat und zu den wesentlichen Werken der internationalen modernen Architektur – des Funktionalismus – gehört.
Weitere funktionalistische Juwelen sind die Villa Stiassni, das Hotel Avion oder das neu erbauten Café Zeman. Einen Besuch wert sind außerdem das Hus-Kollegium in der Botanická-Straße und die Synagoge Agudas achim in der Křenová-Straße.
Café Zeman
Ursprünglich stand das Café Zeman unweit des Janáček-Theaters, heute finden Sie es jedoch im Zentrum von Brünn, ungefähr 200 Meter vom ursprünglichen Ort. Warum? Das Gebäude wurde abgerissen, damit es nicht beim Bau des Janáček-Theaters im Weg steht. So können Sie heute eine Replik des ursprünglichen Cafés besuchen, die im Jahr 1994 erbaut wurde. Da keine Fotos der ursprünglichen Inneneinrichtung erhalten geblieben sind, sprach man Zeitzeugen an. Diese waren jedoch leider nicht immer einer Meinung und so wurde der Innenbereich mit Möbeln aus den 20-er und 30-er Jahren ausgestattet. Mehr Infos
Hotel Avion
Das erste Hotel der Zwischenkriegszeit in Brünn ist unbestritten ein wichtiges Werk der tschechischen funktionalistischen Architektur der 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das Hotel wurde auf einem sehr schmalen Grundstück mit nur acht Metern Breite erbaut. In den zwei unteren Etagen befand sich ein Café, in den anderen sieben Etagen befanden sich 50 Hotelzimmer. Die Fassade des Hotels wird Sie sicherlich durch die großen Fenster beeindrucken, von denen sich in den höheren Etagen ein wundervoller Ausblick auf die Burg Špilberk und die Kathedrale St. Peter und Paul bietet. Mehr Infos
Neben bemerkenswerter Architektur kann Brünn auch mit einem viefältigen Kulturangebot aufwarten. Die Ausstellung „Alfons Mucha: Zwei Welten“ beispielweise, die noch bis Jahresende am Messegelänge Brünn zu sehen ist, rückt zwei gegensätzliche Schöpfungen des Jugenstil-Malers in den Fokus: den majestätischen Zyklus „Slawisches Epos“ und die Plakatsammlung.