Die Autoren von „Buddha kocht“ mit Dr. Herbert Schwabl, GF der PADMA AG (Rezepturen auf Basis tibetischer Medizin)
Die Autoren von „Buddha kocht“ mit Dr. Herbert Schwabl, GF der PADMA AG (Rezepturen auf Basis tibetischer Medizin) © Katharina Schiffl

Tibet ist die höchstgelegene Region der Welt und als solche kulturell sehr eigenständig. Das bestätigt sich auch in der tibetischen Küche. Die rauen klimatischen Bedingungen etwa führten dazu, dass die Tibeter Meister im Konservieren von Lebensmitteln sind. Ganz ohne die Zusatzstoffe hält sich dort dehy­drierte Butter 30 bis 40 Jahre.
Wie in der asiatischen Ernährungslehre allgemein schreibt auch die tibetische Küche den Nahrungsmitteln u. a. thermische Eigenschaften zu. Diese beim Kochen zu berücksichtigen, sei naheliegend und trage wesentlich dazu bei, dass der Mensch gesund bleibt und sich wohlfühlt.

Kühlend. Ananas, Kiwi, Gurken, Paradeiser und Joghurt haben kühlende Eigenschaften und helfen dabei, Sommerhitze besser zu verkraften. Wärmend bzw. sogar „hitzig“ sind Gewürze wie Kardamom, Ingwer, Muskatnuss, Gewürznelken oder auch indischer Weihrauch. „Um vom tibetischen Ernährungswissen zu profitieren, muss man individueller vorgehen“, sagt Herbert Schwabl, Padma-Eigentümer. Als erstes gilt es, sein persönliches „energetisches Profil“ herauszufinden.
Eine Einführung liefert das Kochbuch „Buddha kocht“, das neben Rezepten auch eine Anleitung, sich selbst einem Typus zuzuordnen, enthält. Die Autoren Eleonore Michaele Hild und Klaus Herkommer zeigen mit 108 einfachen Gerichten aus aller Welt, welche Nahrungsmittel welchem Konstitutionstyp gut tun.

108 gesunde Rezepte aus aller Welt (Frühstück, Suppen, Hauptspeisen und Desserts) für jeden Konstitutionstyp sind in „Buddha kocht“ zu finden. Info: www.buddhakocht.de

Gib mir Saures! Ihrer Expertise zufolge sollte der Lung-Typ auf alles Kühle und Aufputschende wie Kaffee, Tee und auch Rohkost verzichten und auf wärmende Gewürze wie Kardamom, Ingwer und Muskat setzen. Der Beken-Typ sollte süße und salzige Speisen meiden. Saures, Bitteres und Scharfes tun ihm gut. Dem Tripa-Typ wird zu kühlenden und bitteren Zutaten sowie Rohkost geraten. Scharfe Gewürze, Saures und Kuhmilchprodukte sind nicht zu empfehlen. Ausgleichende Kräutermischungen gibt es übrigens auch in der Apotheke zu kaufen.