„Was, du trägst eine Brille? Ich brauch ja keine, nur beim Autofahren wäre sie manchmal nicht schlecht.“ – Wer kennt diese Unterhaltung in der Familie oder unter Freunden und Bekannten nicht? Es gibt fast immer jemanden, der eigentlich eine Brille braucht, aber beim Zeitunglesen aus der Routine heraus dennoch die Augen zusammenkneift. Dabei hilft eine Brille vor allem dabei, das Leben wieder sehenswert zu machen. Das zeigen diese fünf Beispiele, die die „ich brauche keine Brille“-Ausrede endgültig entkräften und Lust auf volle Sehkraft machen.
Die Autofahrt in der Dunkelheit
Der Inhalt von Verkehrstafeln wird immer später sichtbar? Das Automodell vor Ihnen ist ein ebenso großes Mysterium, wie das richtige Einschätzen des Abstandes? Die Rücklichter oder doch Bremslichter sind verschwommen? Werden diese Fragen mit Ja beantwortet, liegt eindeutig Handlungsbedarf vor. Wenn im Herbst die Dunkelheit jeden Tag etwas früher hereinbricht, kommen auch auf Autofahrer wieder größere Herausforderungen zu. Viele der rund 38.000 jährlichen Verkehrsunfälle in Österreich sind zum Teil auf eine Sehschwäche zurückzuführen. Sie fallen in die Kategorie „menschliches Versagen“, auf die 97 Prozent aller Unfälle zurückzuführen sind. „Das Auge ist das zentrale Instrument des Autofahrers, nicht der Gasfuß“, gibt das Kuratorium für Verkehrssicherheit zu bedenken. Gerade im schnellen und oft unübersichtlichen Straßenverkehr kann eine Brille für ein verstärktes Sicherheitsgefühl sorgen und die vom Alltag ermüdeten Augen entlasten.
Das Hobby in den Bergen
Sicherheit – ein Punkt, der auch im Sport – egal in welchem Feld man sich betätigt - immer ganz oben stehen sollte. „Ich brauche keine Brille, außer vielleicht beim Klettern, Bergsteigen, Radfahren.“ Was zeigt ein solcher Satz? Dass man sich der Unsicherheit beim Sport bereits bewusst ist, aber nicht handelt. Ein Fehler, wenn man weiß, dass dadurch das Vergnügen am Sport mit der gewonnen Sicherheit garantiert wieder ansteigt. Wichtig ist die richtige Beratung: So sind für Wanderungen Gleitsichtgläser ungeeignet, da sie durch den unteren Lesebereich ein falsches Gefühl von Distanzen vermitteln können. Hier zählt die richtige Beratung, um das Leben wieder ein Stück mehr sehenswert zu machen.
Der Sonnenskitag
Gerade beim Skifahren ist die „ich brauche keine Brille“-Aussage problematisch. Reaktionszeit und die Anforderung an gutes Sehen steigern sich beim Skifahren – egal bei welchen Verhältnissen. Gerade beim Sonnenskilaufen riskiert man so, dass ein traumhafter Tag auf dem Berg von der Sicht getrübt wird, da die tiefstehende Sonne und eine schlechte Sehkraft das Erkennen von Pistenverhältnissen oder Hindernissen deutlich erschwert. Dabei zählen laut Experten bereits Sehschwächen von einer halben Dioptrie als Beeinträchtigung, gegen die man mit einem Besuch bei Optiker oder Augenarzt aber schnell und zuverlässig gegensteuern kann.
Der Fernsehabend
Wenn man es sich in den kühlen Monaten vor dem Fernseher gemütlich macht, ärgert nichts mehr als ein gestörtes Bild, Unschärfen oder eine ungemütliche Position beim TV-Genuss. Genau diese Faktoren treten aber auf, wenn man es ständig ohne Brille versucht, obwohl man mit einer Sehhilfe weit mehr aus dem HD-Fernseher rausholen könnte. Der Unterschied ist schon ab einer Sehschwäche von 0,5 Dioptrien deutlich erkennbar und somit auch für technik-affine Menschen eine Steigerung, ohne gleich einen neuen Fernseher anschaffen zu müssen.
Der Alltag
Oft hat der Verzicht auf eine Brille auch mit der eigenen Eitelkeit zu tun. „Ich brauche keine Brille“ wird oft mit fortschreitendem Alter in Verbindung gebracht, allerdings haben modische Trends, wie zuletzt das umgangssprachlich als „Hipster-Brille“ bezeichnete Modell mit großen Gläsern längst für einen Umschwung gesorgt. Renommierte Blätter wie die New York Times widmen neuen Brillentrends in ihrem Fahsion & Style-Bereich große Themenblöcke. So hat die NYT zuletzt die durch ihren dünnen Rahmen auffallende Pilotenbrille zum Trendobjekt erkoren. So wird die Brille gerade im Alltag zum Accessoire mit Mehrzweck: Keine zugekniffenen Augen oder ein angestrengter Blick bei der morgendlichen Zeitungslektüre oder der Gute-Nach-Geschichte für die Kinder – die Erleichterung für den Alltag ist gewiss.