Am kommenden Montag beginnen die Aufbauarbeiten für die Ausstellung des großen Malers und Tierdarstellers Ludwig Heinrich Jungnickel im KunsthausSudhaus. Warum ist die Villacher Brauerei immer wieder Gastgeber für Kunstveranstaltungen?
THOMAS SANTLER: Erstens ist auch das Handwerk des Bierbrauens im weitesten Sinne eine Kunst. Und zweitens haben wir mit unserem traditionellen Standort natürlich einen starken Bezug zu Villach. Genauso wie Jungnickel auch, der ja eine ganze Weile lang in der Stadt gelebt hat. Für mich passt das genau zusammen und bildet eine perfekte Symbiose.
Welchen Bezug haben Sie persönlich zu Kunst?
SANTLER: Ich bin jetzt kein Experte, sehr wohl aber rundum kunstinteressiert und Kunst-Konsument, wenn man das so nennen kann. Ich erfreue mich an schönen Bildern, habe auch einige daheim und Ludwig Heinrich Jungnickel ist für mich als eingefleischten Villacher natürlich ebenfalls ein Begriff.
Das Sudhaus der Brauerei ist schon das dritte Mal Herberge für eine karitative Ausstellung zugunsten "Kärntner in Not". Wie sehen Sie diese Zusammenarbeit?
SANTLER: Der Kurator der Ausstellung, Erich Mair, hat bereits zwei Mal in unserem Haus Kunst und Hilfe zusammengebracht. Es ist wunderbar, wenn man mit schönen Dingen gleichzeitig auch helfen kann. Als größte Brauerei Kärntens haben wir in den vergangenen Jahren enorm viel in die Zukunft unseres Standortes investiert. Wir sind natürlich auch immer Teil im kulturellen Leben hier und unterstützen dieses nach Kräften. "Kärntner in Not" ist auch deshalb eine besonders gute Sache, weil Menschen aus der Region, die Hilfe benötigen, unterstützt werden.
Wie geht es mit dem KunsthausSudhaus weiter?
SANTLER: Derzeit können wir aufgrund der baulichen Infrastruktur nur bestimmte Events in diesen Räumen durchführen. Die Ausstellung wird auf drei Etagen stattfinden. Aber für das kommende Jahr planen wir bereits, das KunsthausSudhaus wieder für jede Art von Veranstaltung zu öffnen. Wenn alle Adaptierungen gemacht sind, ist das Sudhaus 2017 vielfältig nutzbar. Bis zu 150 Personen könnten wir dann beispielsweise für ein Konzert oder auch eine Lesung beherbergen.
Wie verbringen sie persönlich die kommende Adventszeit?
SANTLER: Arbeitsmäßig ist es für mich weniger eine stille und ruhige Zeit, denn jetzt starten wir gerade in die Wintersaison. Aber privat gehe ich natürlich gerne zum Christkindlmarkt in die Stadt. Und heuer werde ich sicher die Jungnickel-Ausstellung ein paar Mal besuchen.